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Thema 2001: Die Münsterländische Kulturlandschaft

Rückblick

Die Skulptur-Biennale Münsterland, ein auf sechs Jahre konzipiertes Kunstprojekt im öffentlichen Raum, fand 2001 zum zweiten Mal statt. Nachdem 1999 im Kreis Coesfeld zeitgenössische Skulpturen in enger räumlicher Anbindung an Wasserburgen und -schlösser präsentiert wurden, war 2001 die Münsterländische Kulturlandschaft zentrales Thema der 12 Installationen im Landschaftsraum des Kreises Steinfurt. Das Gesamtprojekt ist auf eine gemeinsame und dauerhafte Darstellung hin konzipiert und wurde 2003 im Kreis Warendorf und 2005 im Kreis Borken fortgesetzt.

Die kulturellen Landschaftsräume des Münsterlands, die ihre Besonderheiten historischen, wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen verdanken, treten in Dialog mit individuellen Positionen zeitgenössischer Kunst.

 

Münsterländische Kulturlandschaft

Die Münsterländische Parklandschaft ist keine Naturlandschaft, sondern eine von Menschenhand geschaffene Kulturlandschaft. Diese ist nachhaltig durch die Landwirtschaft geprägt und - bedingt durch den Strukturwandel - permanenten Wandlungen ausgesetzt.

Ungeachtet dessen befriedigt dieser Landschaftsraum in hohem Maße die Sehnsucht der Menschen nach einer romantischen und sogar idyllischen Welt. Die Emsauen oder der Teutoburger Wald sind heute ebenso wie historische Kulturräume wie die Umgebung von Kloster / Schloss Bentlage oder Kloster Gravenhorst Orte, die der Erholung, der Rekreation und der Befriedigung kultureller Bedürfnisse des modernen Menschen dienen.

Die in dieser Landschaft gewonnenen Eindrücke waren Ausgangspunkt für die Arbeit der 21 internationalen Künstlerinnen und Künstler, die zur Teilnahme an der Skulptur-Biennale Münsterland 2001 eingeladen waren. Zwölf der eingereichten Entwürfe wurden von einer Jury für die Realisierung ausgewählt.

Vielfältige Facetten der Münsterländischen Kulturlandschaft wurden in den ortsspezifischen Skulpturen aufgegriffen. Naturprozesse, Erinnerungen und Sehnsüchte spielten hierbei eine ebenso große Rolle wie surreale Inszenierungen oder paradoxe Kombinationen. Die Installationen eröffneten neue Blickbezüge und ließen Vertrautes in unerwarteter Perspektive erscheinen.

 

© : Kreis Steinfurt