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Wie erkenne ich, ob mein Kind eine Spange benötigt?
Gleichmäßig, schön in der Reihe stehende Zähne, ohne dass einer hervorsteht oder zurückliegt sind ein natürlicher Schmuck für jeden. Fehlstellungen der Zähne oder Kiefer sind jedoch nicht nur ein ästhetisches Problem. Auch die Gefahr eines frühzeitigen Zahnverlustes durch Karies, Parodontitis und die gesamte Funktion des Kausystems hängen von der richtigen Stellung der Zähne im Kiefer ab.
Angeborene Fehlstellungen:
Es gibt einige Fehlstellungen der Zähne die angeboren sind. Deshalb sind sie auch schon frühzeitig zu erkennen:
- Die "Prognathie", eine Fehlstellung bei der die Schneidezähne des Oberkiefers weit vor denen des Unterkiefers stehen.
- Die "Progenie", bei der die unteren Frontzähnen im Vergleich zu den oberen hervorragen.
- Der "Deckbiss", wenn die oberen Schneidezähne die unteren Schneidezähne ganz oder teilweise verdecken.
- Das "Diastema", eine große ausgeprägte Lücke zwischen den großen, mittleren Schneidezähnen.
Erworbene Fehlstellungen:
Durch Gewohnheiten im Kleinkindalter (sog. Habits) entstehen viele Kieferverformungen. Neben der ungünstigen Angewohnheiten kann auch eine schlechte Mundhygiene zu Fehlstellungen führen. Denn geht ein Milchzahn wegen Karies verloren, kippen häufig die Nachbarzähne in die entstandene Lücke. Der nachwachsende bleibende Zahn hat nun keinen Platz mehr - er sucht sich einen Weg außerhalb der normalen Zahnreihe - er wächst schief. Also auch Milchzähne müssen behandelt werden! Wenn Milchzähne gezogen oder aus irgendeinem anderen Grund fehlen, muss über einen Platzhalter nachgedacht werden.
So können Sie den Fehlstellungen vorbeugen:
- Indem Sie Ihr Baby solange wie möglich stillen (sechs bis neun Monate). Die kräftige und richtige Ausbildung der Kiefer wird durch den Saugvorgang unterstützt.
- Indem Sie Ihr Kind gleich daran gewöhnen, nicht am Daumen zu lutschen. Geben Sie ihm lieber einen kiefergerecht geformten und zahnmedizinisch geprüften Beruhigungsschnuller.
- Lutscht Ihr Kind an Fingern oder Daumen, versuchen Sie, es ihm rechtzeitig mit viel Geduld und Überzeugungskraft abzugewöhnen (möglichst bis zum Ende des zweiten Lebensjahres oder spätestens bis zum Beginn des Zahnwechsels).
Sollten alle Bemühungen nichts nutzen, suchen Sie Ihren Kiefernorthopäden oder Zahnarzt auf. Dieser kann durch Anpassung einer herausnehmbaren Mundvorhofplatte helfen, das Daumenlutschen abzugewöhnen.

Ihr Kontakt bei uns im Kreishaus
Kontakte:
Henriette Verdonk
- Telefon:
- 0 25 51/69 28 27
- E-Mail:
- henriette.verdonk@kreis-steinfurt.de
- Adresse:
- Tecklenburger Straße 10, 48565 Steinfurt


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