Naturschutzpreis Kreis Steinfurt
Der Sparkassen Naturschutzpreis Kreis Steinfurt soll dazu dienen, hervorzuhebende Beispiele aus dem Bereich des ehrenamtlichen/bürgerschaftlichen Naturschutzes auszuzeichnen und öffentlichkeitswirksam darzustellen. Auf diesem Wege werden unterschiedlichste Ausprägungen von prämierten Maßnahmen einer breiten Öffentlichkeit bekannt und zu einer Nachahmung angeregt.
Im zweijährigen Turnus soll der mit 5.000 € dotierte Naturschutzpreis für besonders gelungene Projekte auf dem Gebiet des Natur- und Artenschutzes verliehen werden.
Naturschutzpreis 2026
Die Kreissparkasse Steinfurt und die Naturschutzstiftung Kreis Steinfurt loben auch in diesem Jahr erneut den Sparkassen Naturschutzpreis Kreis Steinfurt aus.
Die Wettbewerbsunterlagen sind ausschließlich per E-Mail bis zum 30.09.2026 an naturschutzpreis@kreis-steinfurt.de zu versenden.
Das Bewerbungsformular finden Sie hier.
Der Sparkassen Naturschutzpreis Kreis Steinfurt wird für besonders gelungene Projekte auf dem Gebiet des Natur- und Artenschutzes durch die Kreissparkasse Steinfurt und die Naturschutzstiftung Kreis Steinfurt verliehen. In diesem Wettbewerb werden herausragende Beispiele zum Thema „Mehr Biodiversität in Gewerbe- und Industriegebieten“ ausgezeichnet.
Ziel des Wettbewerbs ist es, Maßnahmen sichtbar zu machen und zu würdigen, die die biologische Vielfalt in gewerblich und industriell genutzten Räumen fördern. Gerade diese Flächen bieten trotz intensiver Nutzung vielfältige Potenziale für Natur- und Artenschutz. Durch naturnahe Gestaltung, Begrünungsmaßnahmen oder die ökologische Aufwertung von Flächen können wertvolle Lebensräume entstehen.
Das Thema „Nachhaltigkeit“ hat bei der Kreissparkasse eine hohe Priorität. Mit ihren Produkten, Dienstleistungen und ihrem Engagement unterstützt sie die Menschen und die Wirtschaft in der Region auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft. Gerne bringt sie sich beim Naturschutzpreis ein, um Bürgerinnen und Bürger für ein beispielgebendes Handeln zum Schutz und zur Entwicklung von Natur, Tier- und Pflanzenarten auszuzeichnen.
Teilnehmen können Unternehmen und Betriebe, Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer, Verbände, Vereine und Initiativen, Schulen und Hochschulen sowie private Projektgruppen. Voraussetzung ist, dass die Projekte bereits umgesetzt wurden, sich in der Umsetzung befinden oder als dauerhafte Maßnahmen angelegt sind. Reine Projektideen können nicht berücksichtigt werden.
Für den Sparkassen Naturschutzpreis Kreis Steinfurt steht ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 5.000 Euro zur Verfügung. Der Preis kann an mehrere Preisträgerinnen und Preisträger vergeben werden.
Die Bewertung erfolgt insbesondere nach dem Beitrag der Maßnahme zur Förderung der biologischen Vielfalt, der Nachhaltigkeit, der Vorbildwirkung sowie dem Innovationsgrad der Maßnahmen. Darüber hinaus können Aspekte wie Kooperationen, Öffentlichkeitswirkung und Effizienz berücksichtigt werden.
Mit dem Naturschutzpreis soll das Engagement für Natur- und Artenschutz im Kreis Steinfurt öffentlich sichtbar gemacht und gewürdigt werden. Die Preisverleihung ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.
Die Wettbewerbsunterlagen sind ausschließlich per E-Mail bis zum 30.09.2026 an naturschutzpreis@kreis-steinfurt.de zu versenden.
Den Bewerbungsbogen finden sie hier.
Naturschutzpreis 2023
Im Jahr 2023 wurde erstmals der Naturschutzpreis im Kreis Steinfurt ausgelobt. Insgesamt gingen 35 Bewerbungen zum Motto „Kinder und Jugendliche im Einsatz für Natur und Umwelt“ ein. Sie zeigen den vielfältigen Einsatz von Kitas, Schulen, Familien und Einzelpersonen für Natur und Umwelt im Kreis Steinfurt. Die Preisverleihung fand Anfang 2024 statt.


Den 1. Platz des Naturschutzpreises 2023, verbunden mit einem Preisgeld von 2.500 €, hat die Janusz-Korczak-Schule mit den Standorten in Ibbenbüren und Tecklenburg belegt.
Das Schulleben ist geprägt von vielen Aktivitäten im Natur- und Artenschutz, unter anderem kümmern sich die Schülerinnen und Schüler um die Renaturierung einer Bergbauhalde mit Streuobstwiese und die Wiederansiedlung einer europaweit vom Aussterben bedrohten Tierart, dem Europäischen Flusskrebs.

Den 2. Preis und das damit verbundene Preisgeld von 1.500 € hat die Emanuel-von-Kettler-Schule in Zusammenarbeit mit den Umweltverbänden aus Emsdetten erhalten.
Grund hierfür ist ein sehr intensives Engagement bei einer besonderen Artenschutzmaßnahme - der Betreuung eines Krötenschutzzaunes jährlich für 6 bis 8 Wochen seit dem Jahr 2014.

Der 3. Platz des Naturschutzpreises 2023 ging zusammen mit einem Preisgeld von 1.000 € an die Freie Schule Tecklenburger Land aus Ibbenbüren.
Eine Arbeitsgemeinschaft kümmert sich dort um die Pflege und Entwicklung eines gepachteten Grundstücks, auf dem Biotope wie eine Obstwiese und eine riesige Naschhecke entstanden sind. Eine vom Aussterben bedrohte Haustierrasse kommt bei der Pflege der Obstwiese zum Einsatz.

Den Sonderpreis 1 und damit ein Preisgeld von 500 € hat die Eltern-Kind-Initiative Kinderkiste e.V. aus Ochtrup erhalten.
Dieser Preisträger engagiert sich schon viele Jahre für Natur und Umwelt beispielswiese durch plastikfreies Frühstück mit Obst und Gemüse aus eigenem Anbau, plastikarmes Spielzeugangebot, durch Waldtage mit Müllsammelaktionen, die Förderung von Wildbienen durch Hotel und Blühflächen und mit noch vielen weiteren Aktionen.

Familie Gerdes aus Rheine hat den 2. Sonderpreis (Preisgeld 500 €) für die umfangreiche naturnahe Umgestaltung ihres Gartens bekommen. Vielfältige Lebensräume, wie etwa eine Benjes-Hecke und ein Blühkreisel mit Tipi-Zelt aus Weidenstangen, sowie verschiedene Nisthilfen für Vögel und Insekten sind entstanden und wurden vielfach mit Elementen der Gartennutzung kombiniert.

Der Sonderpreis 3, ebenfalls verbunden mit einem Preisgeld von 500 €, ist an den Verein WeSpE e.V. aus Westerkappeln vergeben worden.
Der Verein betreut ein großes Gelände, auf dem er im Laufe der Zeit eine Vielzahl an Lebensräumen mit Aufenthalts-, Spiel- und Begegnungs-möglichkeiten geschaffen hat. Er bindet bei den notwendigen Pflegearbeiten Kinder und Jugendliche intensiv ein. Dazu gehört auch die Verantwortung für die vierbeinigen Pflegekräfte, Schafe.

Den 4. Sonderpreis hat Tina Steingröver aus Ibbenbüren für ihr besonderes Artenschutzprojekt zur Verbesserung der Fortpflanzungsbedingungen für Amphibien wie Bergmolchen, Grasfröschen und Feuersalamandern mithilfe von Dränagesystemen erhalten. Auch ihr wurde hierfür ein Preisgeld von 500 € zugesprochen.


