Kreisverwaltung in der Coronazeit – Infos zur Erreichbarkeit

Corona-Notbremse

Corona-Notbremse für den Kreis Steinfurt: Land NRW stimmt Antrag auf Testoption des Kreises Steinfurt zu

 

UPDATE 16.04.2021

Testoption bleibt im Kreis Steinfurt bestehen

Maskenpflicht im Auto gilt auch weiterhin

Kreis Steinfurt. Für den Kreis Steinfurt gilt wegen der 7-Tages-Inzidenz von über 100 auch weiterhin die sogenannte Notbremse. Im Land NRW ist es alternativ zur kompletten Rücknahme der Öffnungen möglich, die Nutzung der Angebote von einem tagesaktuellen negativen Schnelltest abhängig zu machen (sogenannte Testoption). Diese Möglichkeit hat Landrat Dr. Martin Sommer Ende März gewählt, als die 7-Tages-Inzidenz am dritten Tag in Folge über 100 lag. Heute hat er die Testoption bis einschließlich Montag, 26. April, verlängert. Eine Liste der aktuellen Schnellteststellen ist im Internet unter www.kreis-steinfurt.de/schnelltests zu finden.

Da die Notbremse weiterhin gültig ist, sind auch weiterhin nur Kontakte im Kreis Steinfurt zwischen einem Hausstand und maximal einer weiteren Person aus einem anderen Hausstand erlaubt. Kinder unter 14 werden nicht mitgerechnet.

Verlängert wurde im Kreis Steinfurt auch die Maskenpflicht im Auto, also die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske in Autos, wenn sich Personen aus verschiedenen Hausständen im Kraftfahrzeug befinden. Grund hierfür ist, dass in engen geschlossenen Räumen eine besonders erhöhte Gefahr der Ansteckung durch infektiöses Aerosol besteht. Soweit Kinder unter 14 Jahren aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, ist ersatzweise eine Alltagsmaske zu tragen. Kinder bis zum Schuleintritt und Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können, sind von der Verpflichtung ausgenommen. Das Vorliegen der medizinischen Gründe ist durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen, welches auf Verlangen vorzulegen ist. Verstöße werden als Ordnungswidrigkeit geahndet.

Die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske gilt nicht für den Innenbereich von Einsatzfahrzeugen von Sicherheitsbehörden, Feuerwehr und Katastrophenschutz im Notfalleinsatz. Für den Rettungsdienst hat der Kreis Steinfurt das Tragen von medizinischen Masken angeordnet.


Land NRW stimmt Antrag auf Testoption des Kreises Steinfurt zu

Kreis Steinfurt. Das Land NRW hat dem Antrag des Kreises Steinfurt, die nordrhein-westfälische Testoption im Rahmen der bundesweit vereinbarten Corona-Notbremse nutzen zu wollen, zugestimmt. Damit wurde das notwendige Einvernehmen hergestellt. Ab morgen, Dienstag, 30. März, können damit all diejenigen nicht für den täglichen Bedarf privilegierten Geschäfte (Bau- und Gartenmärkte, Textilgeschäfte, Buchhandlungen etc.), körpernahen Dienstleistungen bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann (Kosmetik, Nagelstudios, Massage etc.), Museen, Kunstausstellungen usw. mit einem tagesaktuellen negativen Schnelltest nach vorheriger Terminvereinbarung aufgesucht werden, die sonst im Rahmen der Notbremse gänzlich geschlossen wären. Das negative Testergebnis ist bei der Inanspruchnahme der Angebote vorzulegen.

All die Angebote des Bedarfs des täglichen Lebens (beispielsweise Lebensmittelmärkte), medizinisch erforderliche Dienstleistungen, Friseurdienstleistungen, Fußpflege und Personenbeförderung können auch weiterhin ohne tagesaktuelles negatives Testergebnis aufgesucht werden.

Corona-Notbremse für den Kreis Steinfurt – Verwaltung hat Antrag auf Testoption gestellt

Langer Abwägungsprozess mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie der Kreispolitik

Kreis Steinfurt. Nachdem die 7-Tages-Inzidenz für den Kreis Steinfurt heute, Montag, 29. März, auf 127 gestiegen ist und damit am dritten Tag in Folge (die Inzidenz für Freitag, 27. März, wurde vom Land NRW nachträglich nach oben korrigiert) über 100 liegt, wird für den Kreis Steinfurt die bundesweit vereinbarte „Notbremse“ gezogen. Landrat Dr. Martin Sommer hat nach einem intensiven Abwägungsprozess entschieden, die nordrhein-westfälische Testoption zu nutzen. Der Antrag beim Land NRW ist heute gestellt worden. Der Entscheidung vorausgegangen waren lange Gespräche mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie mit der Kreispolitik.

Im Land NRW ist es alternativ zur kompletten Rücknahme der Öffnungen möglich, die Nutzung der Angebote von einem tagesaktuellen negativen Schnelltest abhängig zu machen. „Wir haben uns die Entscheidungsfindung nicht leicht gemacht“, sagt Sommer über den langwierigen Abwägungsprozess. Es gebe für beide Wege gewichtige Argumente. Letztlich ausschlaggebend für die Wahl der Testoption sei unter anderem die Vermeidung von Einkaufs-Tourismus gewesen, da die umliegenden nordrhein-westfälischen Kreise eine niedrigere 7-Tages-Inzidenz verzeichnen und daher bisher noch keine Öffnungen zurücknehmen mussten oder aber, wie der Kreis Borken, sich bereits für die Testoption entschieden haben. Zudem erhofft sich der Landrat eine Aufhellung der Dunkelziffer an Corona-Infizierten durch häufigeres Testen. „Da sich der Großteil der bisher Infizierten im privaten Bereich angesteckt hat, kann sich eine höhere Zahl an Testungen wiederum positiv auswirken“, hofft der Landrat.

Damit sind ab Dienstag Kontakte nur zwischen einem Hausstand und maximal einer weiteren Person aus einem anderen Hausstand erlaubt. Kinder unter 14 werden nicht mitgerechnet. Eine Ausnahme gilt an Ostern (1.- 5. April). In diesem Zeitraum dürfen sich alternativ auch zwei Hausstände mit insgesamt maximal fünf Personen im öffentlichen Raum treffen. Kinder unter 14 sind auch hier nicht mitgerechnet.

Landrat Dr. Martin Sommer appelliert an die Bürgerinnen und Bürger: „Damit wir an der Testoption festhalten können, müssen wir aber weiterhin vorsichtig sein und vor allem unsere privaten Kontakte auf das notwendige Minimum reduzieren und mit Schnelltests, Abstand und Maske sicherer gestalten.“

Eine Liste der aktuellen Schnellteststellen ist im Internet unter www.kreis-steinfurt.de/schnelltests zu finden.

 

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