Pressemitteilungen Corona

Aufgeführt ist nur eine Auswahl an Pressemitteilungen (die aktuellsten sowie immer noch relevante). Weitere Pressemitteilungen zum Thema "Coronavirus" (auch Zahlen der Vortage) sowie alle Pressemitteilungen des Kreises Steinfurt finden Sie hier.

Die aktuellen Zahlen können rund um die Uhr im Dashboard abgerufen werden. Sie werden hier nicht mehr veröffentlicht.


Pressemitteilung von Freitag, 19. November 2021 Kreis Steinfurt

Impfgeschehen ausweiten: Kreis Steinfurt eröffnet zeitnah sein Impfzentrum am FMO wieder

Dezentrale Impfangebote finden ergänzend statt

Kreis Steinfurt. Das SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen auch in Nordrhein-Westfalen macht es zwingend erforderlich, dass die Kreise und kreisfreien Städte erneut umfassende eigene Impfangebote für die Allgemeinbevölkerung schaffen, die das primäre Impfgeschehen im niedergelassenen ärztlichen Bereich ergänzen und die durch die sehr hohe Nachfrage der Bevölkerung umfassend ausgelasteten Arztpraxen unterstützen sollen.

Daher wird der Kreis Steinfurt – neben seinen flächendeckenden und dezentralen Impfangeboten in den einzelnen Kommunen, die am 26. November starten werden –auch sein Impfzentrum am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) in Greven wieder aufbauen und in Betrieb nehmen.

Beabsichtigt ist, mit den Impfungen am FMO schnellstmöglich zu beginnen, dies abhängig davon, wie schnell die Aufbauarbeiten und die Personalakquise abgeschlossen werden können.

Detaillierte Informationen – beispielsweise zum genauen Starttermin und den Öffnungszeiten – veröffentlicht der Kreis Steinfurt so zeitnah wie möglich. Zurzeit arbeitet die Stabsstelle Corona des Kreises mit Hochdruck und in intensiven Abstimmungsgesprächen mit allen beteiligten Akteuren an der Umsetzung.


Pressemitteilung von Donnerstag, 18. November 2021 Kreis Steinfurt

Infektionsgeschehen auf Chor-Event in Lengericher Gempt-Halle am 11. November

Krisenstab des Kreises Steinfurt fordert die rund 600 Gäste zu besonderer Vorsicht auf

Kreis Steinfurt. Mindestens drei von rund 60 Sängern, die am 11. November bei einem Chor-Event in der Lengericher Gempt-Halle aufgetreten sind, sind positiv auf das Coronavirus getestet worden und waren mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zum Zeitpunkt der Veranstaltung infektiös. Darauf weist der Krisenstab des Kreises Steinfurt jetzt hin. Außerdem besteht bei vier weiteren Chormitgliedern zurzeit der dringende Verdacht auf eine Coronainfektion. Der Krisenstab ermittelt derzeit, ob sich dieser bestätigt und ob auch diese Personen bereits während des Auftritts infektiös waren.

Die Veranstaltung fand unter Einhaltung der 2G-Regel statt. Nach Aussage des Chorleiters sind außerdem alle Chormitglieder doppelt geimpft. "Dennoch könnte von dem Event eine besondere Gefahr ausgehen, da beim Singen im Vergleich zum Sprechen ungefähr das 30-fache an infektiösen Aerosolen ausgestoßen wird", erläutert Dr. Karlheinz Fuchs, Leiter der Stabsstelle Corona und Gesundheitsdezernent des Kreises Steinfurt. Aus diesem Grund fordert der Krisenstab des Kreises Steinfurt die rund 600 Gäste der Veranstaltung dringend dazu auf, sich in den kommenden sieben Tagen selbst im Hinblick auf die bekannten Symptome einer COVID-19-Infektion zu überprüfen und möglichst täglich einen Antigen-Selbsttest durchzuführen. Bei Auftreten von Symptomen oder einem positiven Selbsttest sollte sofort der Hausarzt bezüglich eines PCR-Tests kontaktiert werden.

Der Krisenstab des Kreises Steinfurt ermittelt zurzeit umfangreich zum Infektionsgeschehen rund um die Veranstaltung.


Pressemitteilung von Montag, 15. November 2021 Kreis Steinfurt

Coronaschutzimpfung: Kreis Steinfurt startet am 26. November seine flächendeckenden und dezentralen Impfangebote

Kreisgebiet in drei Regionalbereiche unterteilt

Kreis Steinfurt. Am Freitag, 26. November, startet der Kreis Steinfurt seine flächendeckenden und dezentralen Impfangebote, die das Impfgeschehen im niedergelassenen ärztlichen Bereich ergänzen sollen. Die Bürgerinnen und Bürger haben dann die Möglichkeit, an über das gesamte Kreisgebiet verteilten regionalen Standorten eine Coronaschutzimpfung zu erhalten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Auffrischungsimpfungen – aber auch Erst- und Zweitimpfungen sind möglich.

Die Verwaltung hat den Kreis Steinfurt dazu in drei Regionalbereiche unterteilt. Zum ersten Bereich gehören Rheine, Neuenkirchen, Wettringen, Ochtrup, Metelen, Steinfurt und Horstmar, zum zweiten Laer, Altenberge, Nordwalde, Greven, Emsdetten, Ladbergen, Lengerich und Lienen sowie zum dritten Ibbenbüren, Hörstel, Hopsten, Recke, Mettingen, Westerkappeln, Lotte, Tecklenburg und Saerbeck. Zwischen dem 26. November und dem 19. Dezember findet immer freitags zwischen 13 und 19 Uhr sowie samstags und sonntags zwischen 11 und 17 Uhr in jeweils einer Kommune pro Regionalbereich eine Impfaktion statt. So bestehen innerhalb der genannten Zeiträume stets drei ergänzende Impfangebote zeitgleich an verschiedenen Standorten innerhalb des Kreises. Wann in welcher Kommune geimpft wird und wie Impfwillige eine Schutzimpfung vereinbaren können, wird im Laufe der Woche auf der Internetseite des Kreises Steinfurt unter www.kreis-steinfurt.de/impfen veröffentlicht.

Der Kreis Steinfurt weist darauf hin, dass die niedergelassenen Ärzte auch weiterhin umfassend und prioritär am Impfgeschehen teilnehmen. Der Kreis verimpft im Rahmen seiner Impfaktionen ausschließlich das Vakzin von BioNTech/Pfizer. Verantwortlich für die Organisation der kreisseitigen Impfangebote ist die sogenannte Koordinierende COVID-Impfeinheit (KoCI) des Kreises Steinfurt.

Die Impf-Hotline des Kreises Steinfurt ist montags bis donnerstags von 10 bis 15 Uhr und freitags von 10 bis 12 Uhr unter 02551 69 7103 zu erreichen.


Pressemitteilung von Dienstag, 2. November 2021 Kreis Steinfurt

Diskussion um die Wiedereinrichtung von Impfzentren in NRW: Gemeinsame Stellungnahme der Landräte der Münsterlandkreise und des Oberbürgermeisters der Stadt Münster

Münsterland. Die Landräte der Münsterlandkreise Dr. Kai Zwicker (Borken), Dr. Christian Schulze Pellengahr (Coesfeld), Dr. Martin Sommer (Steinfurt) und Dr. Olaf Gericke (Warendorf) sowie der Oberbürgermeister der Stadt Münster Markus Lewe nehmen zur aktuellen Diskussion um die Notwendigkeit der Wiedereinrichtung von Impfzentren auf Kreis- und Stadtebene gemeinsam Stellung:

"Vor dem Hintergrund des aktuellen Infektionsgeschehens und einer steigenden Zahl von Impfdurchbrüchen erkennen wir die weiter steigende Notwendigkeit von Auffrischungsimpfungen auch innerhalb der Allgemeinbevölkerung. Derzeit berät ja die Ständige Impfkommission des Bundes (STIKO) zu diesem Thema.

Die Wiedereinrichtung von kommunalen Impfzentren auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte in NRW sehen wir allerdings nicht als geeignetes Mittel zur Befeuerung des Impfgeschehens an. Die Münsterlandkreise und die Stadt Münster weisen im Bundesvergleich überdurchschnittliche Impfzahlen auf – die Impfbereitschaft der Bevölkerung ist hier groß. Der Schwerpunkt des Impfgeschehens liegt dabei unvermindert im Bereich der niedergelassenen Ärzteschaft und deren eigener Infrastruktur, die wir in der Erfüllung ihres Gesamtauftrages nicht dadurch schwächen sollten, indem wir erneut umfangreich Personal in den Dienst kommunaler Impfzentren umsteuern."


Pressemitteilung von Donnerstag, 21. Oktober 2021 Kreis Steinfurt

Corona-Stabsstelle weist auf das Angebot von Auffrischungsimpfungen hin

Hausarztpraxen impfen mit einem mRNA-Impfstoff

Kreis Steinfurt. Nachdem die Ständige Impfkommission (STIKO) ihre Empfehlungen zu Booster-Impfungen aktualisiert hat, weist die Corona-Stabsstelle des Kreises Steinfurt auf das Angebot zur Impfauffrischung hin. Diese Impfungen sind in den Hausarztpraxen möglich und sind kostenlos. Geimpft wird mit mRNA- Impfstoffen.

Insbesondere diese Personenkreise können aktuell eine Auffrischungsimpfung erhalten:

  • Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Personal von Pflegeeinrichtungen, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen
  • Pflegebedürftige im eigenen Zuhause
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt
  • Personen mit Immunschwäche oder Immunsuppression
  • Personen, die eine vollständige Impfserie mit einem Vektor-Impfstoff (AstraZeneca, Johnson& Johnson) erhalten haben
  • über 70-Jährige

Die Auffrischungsimpfung erfolgt in der Regel mit einem Abstand von sechs Monaten zum Abschluss der ersten Impfserie. Personen, die zuvor den Impfstoff von Johnson&Johnson erhalten haben, wird bereits nach vier Wochen eine Auffrischungsimpfung empfohlen.

Im Kreis Steinfurt haben bisher 12.360 Menschen (Stand 20. Oktober) eine Auffrischungsimpfung zum Schutz gegen Corona erhalten. Vollständig geimpft sind insgesamt 335.376 Menschen, 56,97 Prozent der 12- bis 17-Jährigen, 85,81 Prozent der 18- bis 59-Jährigen und 89,18 Prozent der über 60-Jährigen. Um möglichst vielen Menschen auch ein niedrigschwelliges Angebot zu machen, sind die mobilen Impfteams des Kreises Steinfurt in den vergangenen Wochen an den Berufsschulen des Kreises gewesen. Zurzeit bietet der Kreis Impfungen bei den Tafeln an.


Pressemitteilung von Dienstag, 28. September 2021 Kreis Steinfurt

Impfzentrum des Kreises Steinfurt am Flughafen Münster-Osnabrück schließt am 30. September

Aktuelle Durchimpfungsquote im Kreis Steinfurt liegt über Landes- und Bundesdurchschnitt

Kreis Steinfurt. Vor ungefähr sieben Monaten, am 8. Februar dieses Jahres, nahm das Impfzentrum des Kreises Steinfurt am Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) seinen Betrieb auf. Bis heute haben dort mehr als 220.000 Menschen eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Mit Ablauf des 30. September schließt das Impfzentrum in dieser Woche seine Türen. Wie im Impferlass des Landes NRW festgelegt ist, werden die Schutzimpfungen ab Oktober in großen Teilen durch niedergelassene Ärzte und Betriebsärzte durchgeführt. Unter www.kreis-steinfurt.de/impfen findet sich eine Auflistung der Ärzte, die Zweitimpfungen durchführen.

Die Corona Stabsstelle des Kreises Steinfurt zeigt sich zufrieden mit dem Betrieb des Impfzentrums und verweist auf bemerkenswerte Erfolge bei der Impfquote: In der Gruppe der über 60-Jährigen liegt der Anteil der Personen, der eine vollständige Impfung gegen das Coronavirus erhalten hat, bei knapp unter 90 Prozent. In dieser Altersgruppe gilt eine Impfquote von 90 Prozent als der entscheidende Wert, um die Pandemie wirksam einzudämmen. Der Kreis liegt damit deutlich über dem Landes- und Bundesdurchschnitt. Auch die Durchimpfungsrate in der Gruppe der 18-59-Jährigen im Kreis Steinfurt ist mit einem Wert von über 80 Prozent weit fortgeschritten.

Landrat Dr. Martin Sommer freut sich über den Impffortschritt im Kreis Steinfurt: "Trotz sinkender Impfbereitschaft in der Bevölkerung hat der Kreis Steinfurt viele Menschen auf den verschiedensten Wegen erreicht und von einer Corona-Schutzimpfung überzeugt. Dazu haben auch die zahlreichen Impfmöglichkeiten in den vergangenen Wochen beigetragen, die durch mobile Teams des Impfzentrums organisiert wurden."

Mit der Schließung des Impfzentrums ergeben sich auch organisatorische Veränderungen: Ab dem 1. Oktober basieren die Zahlen im Impf-Dashboard des Kreises Steinfurt auf den entsprechenden Daten des Robert-Koch-Institutes. Bisher wurde dabei auf die Zahlen aus den Impf-Berichten der Kassenärztlichen Vereinigung zurückgegriffen. Über www.kreis-steinfurt.de/corona-dashboard sind das Impf-Dashboard sowie das Corona-Dashboard mit aktuellen Inzidenzen und weiteren Fallzahlen aufzurufen.

Außerdem ist die Corona-Impfhotline des Kreises Steinfurt ab dem 1. Oktober von Montag bis Donnerstag zwischen 10 und 15 Uhr und freitags zwischen 10 und 12 Uhr erreichbar. Alle Hotline-Zeiten und weitere Informationen zum Coronavirus können unter www.kreis-steinfurt.de/corona eingesehen werden.


Pressemitteilung von Freitag, 10. September 2021 Kreis Steinfurt

3G-Nachweis: Kreis Steinfurt weist auf PCR-Testpflicht in Bereichen mit besonders hohem Risiko für Mehrfachansteckungen hin

Negativer Antigen-Schnelltest nicht ausreichend

Kreis Steinfurt. Die Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen verpflichtet Personen, die weder geimpft noch genesen sind ab einer Landesinzidenz von 35 zur Vorlage eines negativen PCR-Tests für den Besuch einiger Veranstaltungen und die Inanspruchnahme bestimmter Dienstleistungen. Dazu zählt der Besuch in Clubs, Diskotheken und ähnlichen Einrichtungen sowie die Teilnahme an Tanzveranstaltungen einschließlich privaten Feiern mit Tanz. Auch für die Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen ist die Vorlage eines negativen PCR-Testergebnisses verpflichtend. Die Durchführung des Tests darf nicht länger als 48 Stunden zurückliegen. Der Kreis Steinfurt weist darauf hin, dass die Vorlage eines negativen Antigen-Schnelltest in den genannten Bereichen nicht ausreichend ist.

Der Kreis Steinfurt weist zudem darauf hin, dass schulpflichtige Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 15 Jahren aufgrund der regelmäßigen Teilnahme an verpflichtenden Schultestungen als getestete Personen gelten. Bei Schülerinnen und Schülern ab 16 Jahren wird der Immunisierungs- oder Testnachweis durch eine Bescheinigung der Schule ersetzt. Kinder bis zum Schuleintritt sind von der Testpflicht ausgenommen.


Pressemitteilung von Freitag, 10. September 2021 Kreis Steinfurt

Neue Quarantäneregelungen des RKI: Freitestung im Kreis Steinfurt möglich

Ab sofort endet die Quarantäne automatisch nach zehn Tagen

Kreis Steinfurt. Die Stabstelle Corona des Kreises Steinfurt setzt die neuen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zur Quarantäne enger Kontaktpersonen von Corona-Infizierten ab sofort um. Die Quarantäne für nicht geimpfte und nicht genesene Kontaktpersonen verkürzt sich auf zehn Tage. Die Quarantäne endet bei Symptomfreiheit automatisch mit Ablauf des zehnten Quarantänetages.

Für symptomfreie quarantänisierte Personen besteht nach den neuen Handlungsempfehlungen des RKI ab sofort die Möglichkeit, die Quarantäne zu verkürzen. Das ist möglich mit einem negativen Ergebnis eines PCR-Tests, der frühestens am fünften Tag der Quarantäne durchgeführt wurde, oder mit einem negativen Ergebnis eines qualifizierten Antigen-Schnelltests an einer Teststelle, der frühestens am siebten Tag der Quarantäne durchgeführt wurde. Für Schülerinnen und Schüler sowie Kindergartenkinder ist zu beiden Zeitpunkten die Vorlage eines qualifizierten (fremdgetesteten) negativen Antigen-Schnelltests ausreichend. Sie benötigen kein negatives PCR-Testergebnis.

Die Personen im Kreis Steinfurt, die sich aktuell in Quarantäne befinden, bekommen eine E-Mail mit den aktualisierten Informationen. Zur Durchführung eines PCR-Tests an den Testcontainern des Kreises in Steinfurt und Ibbenbüren ist eine Terminvereinbarung notwendig. Das ist möglich über die Corona-Hotline des Kreises Steinfurt unter 02551/69-7100.

Bei Durchführung eines Antigen-Schnelltests oder eines PCR-Tests außerhalb der Testcontainer des Kreises ist der Nachweis über das negative Ergebnis per Mail an corona@kreis-steinfurt.de zu schicken.

Der Kreis Steinfurt weist darauf hin, dass die Laborauswertung von PCR-Tests bis zu 48 Stunden dauern kann. Das Ergebnis eines Antigen-Schnelltests liegt dagegen schon nach einigen Minuten vor. Die Durchführung eines Antigen-Schnelltests durch eine qualifizierte Teststelle am siebten Tag der Quarantäne kann demnach eine Alternative zur Durchführung eines PCR-Tests an einem Testcontainer des Kreises am fünften Quarantänetag darstellen. 

Kontaktpersonen eines Infizierten, die vollständig geimpft oder genesen sind oder deren Corona-Infektion weniger als sechs Monate zurückliegt, müssen nicht in Quarantäne, so lange sie symptomfrei sind und der Kontakt nicht zu einer besorgniserregenden Virusvariante (z.B. beta / gamma) bestand. Das gilt auch für Personen, die nach überstandener Corona-Infektion vor mehr als sechs Monaten eine Impfdosis erhalten haben. Symptomatische Personen sind dazu aufgerufen, sich sofort in Quarantäne zu begeben und einen PCR-Test über den Hausarzt durchzuführen.


Pressemitteilung von Freitag, 3. September 2021 Kreis Steinfurt

Quarantäne in Kitas und Schulen lockern

Forderung der Landrätekonferenz Münsterland

Die Landräte des Münsterlandes – Dr. Olaf Gericke (Warendorf), Dr. Christian Schulze Pellengahr (Coesfeld), Dr. Martin Sommer (Steinfurt) sowie Dr. Kai Zwicker (Borken) – und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe fordern das Land Nordrhein-Westfalen auf, die bisher strengen Quarantäne-Regelungen bei Corona-Fällen in Kindertagesstätten und Schulen zu lockern.

Bei positiven Fällen in Kitas sollten, sofern geeignete Hygienemaßnahmen eingehalten werden, nur noch das positiv getestete Kind, nicht immunisiertes Betreuungspersonal sowie Haushaltsangehörige des Kindes und enge Kontaktpersonen außerhalb der Kita-Umgebung in Quarantäne gesetzt werden, soweit diese nicht bereits immunisiert (also vollständig geimpft oder genesen) sind.

"Wir sind nun an einem Punkt angelangt, an dem wir lernen müssen, mit dem Virus zu leben. Die vulnerablen Bevölkerungsgruppen sind größtenteils durch die Impfung geschützt. Es ist nicht verhältnismäßig, ganze Kita-Gruppen wiederholt für 14 Tage in Quarantäne zu schicken, ohne dass eine ernsthafte Gesundheitsgefährdung für die Kinder zu erwarten ist", erklärt Dr. Olaf Gericke, Sprecher der Landräte.

"Die Belastung der Familien ist nach Monaten der Pandemie mit geschlossenen Kitas und wochenlanger Doppelbelastung durch Kinderbetreuung und Home-Office enorm. Weitere Nachteile durch das wiederkehrende Schließen von Kitas sind nicht zu verantworten", so die Hauptverwaltungsbeamten weiter.

Die Behördenleiter ergänzen: "Die Eltern und Kinder haben sich über anderthalb Jahre außerordentlich solidarisch mit den älteren Menschen in unserer Gesellschaft gezeigt und enorme Einschränkungen auf sich genommen. Es muss nun möglich sein, zu einem geregelten Kita-/Schulbesuch zurückzukehren. Kinder sollen mit ihren Freunden spielen und nicht symptomfrei mit ihren Eltern erneut für Wochen zuhause bleiben müssen."

Zur Begründung führen die Landräte des Münsterlandes weiter an, dass es nur äußerst selten zu mehreren Infektionsfällen (Clusterbildungen) in einer Gruppe in einer Einrichtung gekommen ist. Das zeigt die Erfahrung der vergangenen Monate.

Die negativen Folgen für das Kind und die Eltern durch eine Quarantäne sind nicht selten schwerer zu gewichten als die Vorsichtsmaßnahme des Infektionsschutzes. Zudem bindet die in den vergangenen Wochen wieder deutlich angestiegene Kontaktnachverfolgung Arbeitskraft, die in anderen Bereichen der Pandemie-Bekämpfung dringend fehlt.

"Wir hoffen, dass sich die Landesregierung unserer Forderung anschließt, damit der Teufelskreis aus Kita-Schließungen und Home-Office plus Kinderbetreuung für Eltern und Kinder endlich aufhört," unterstreicht Sprecher Dr. Gericke die Forderung der Landrätekonferenz des Münsterlandes.

Die von Schulministerin Gebauer angeregte Regelung, dass auch in Schulen nur noch infizierte Schülerinnen oder Schüler in Quarantäne müssen, unterstützen die Landräte und der Oberbürgermeister ausdrücklich.


Pressemitteilung von Mittwoch, 7. Juli 2021 Kreis Steinfurt

Erstattung von Elternbeiträgen im Kreisjugendamtsbezirk fällt höher aus

Land einigt sich mit kommunalen Spitzenverbänden

Kreis Steinfurt. Den Eltern im Jugendamtsbezirk des Kreises – ohne die Städte Emsdetten, Greven, Ibbenbüren und Rheine – wird ein weiterer Teil der Beiträge für die Kindertagesbetreuung erlassen. Grund dafür ist die Einigung des Landes Nordrhein-Westfalen mit den kommunalen Spitzenverbänden vom 1. Juli. Demnach beteiligt sich das Land finanziell an einem Erlass der Elternbeiträge für insgesamt 1,75 Monate.

"Diese Einigung und die Beschlüsse des Kreistags vom 19. April und 28. Juni dieses Jahres zusammengenommen, bedeutet für die beitragspflichtigen Eltern im Kreisjugendamtsbezirk Steinfurt, dass aufgrund der eingeschränkten Öffnungszeiten insgesamt 4,25 Monatsbeiträge für die ersten sieben Monate dieses Jahres erlassen werden. Dadurch werden die beitragspflichtigen Eltern im Kreisjugendamtsbezirk im Landesvergleich überdurchschnittlich entlastet", freut sich Kreissozialdezernent Tilman Fuchs. Bezüglich des Erstattungsverfahrens erklärt Kreisjugendamtsleiter Mike Hüsing: "Eltern, die einen Beitrag für die Betreuung ihres Kindes zahlen, werden zeitnah durch die Städte und Gemeinden bzw. das Kreisjugendamt über das Prozedere der Erstattung informiert."


Pressemitteilung von Montag, 5. Juli 2021 Kreis Steinfurt

Corona-Stabsstelle des Kreises weist Urlauber auf Pflicht zur Einreisanmeldung hin

Nachweise helfen, bei Infizierungen Kettenreaktionen zu vermeiden

Kreis Steinfurt. Zu Beginn der Sommerferien bittet die Stabsstelle Corona des Kreises Steinfurt Urlauber, die bundesweit einheitlichen Regelungen der Corona-Einreiseverordnung zu beachten. Sie weist insbesondere auf die Pflicht zur Einreiseanmeldung bei Rückkehr aus dem Ausland über das Portal https://einreiseanmeldung.de des Robert-Koch-Instituts hin. Urlauber sollten sich während ihres Auslandsaufenthalts täglich über die Einstufungen des jeweiligen Urlaubslandes informieren. Die Einstufung als Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet oder Virusvariantengebiet kann sich täglich verändern. Da es auch im Kreis Steinfurt schon die ersten Fälle von Corona-Infektionen mit der Delta-Variante, insbesondere nach Reisen gibt, appelliert der Leiter der Corona-Stabsstelle Dr. Karlheinz Fuchs an die Urlauber: "Seien Sie weiterhin vorsichtig. Ich bitte alle Reisenden, sich entsprechend zu verhalten, damit Ihr Urlaub nicht schwerwiegende Folgen für Sie selbst und andere Menschen hat." Um Risiken zu vermeiden, gibt es neben den bekannten Abstands- und Hygieneregeln je nach Einordnung des Urlaubs unterschiedliche Regeln zur Einreiseanmeldung. Die Anmeldung über das Einreiseportal muss bei allen Einreisen aus Risikogebieten bereits bei der Einreise vorliegen. Bei der Rückreise aus einem Risikogebiet müssen Urlauber zusätzlich zur Anmeldung innerhalb von 48 Stunden nach der Einreise einen Nachweis über eine Impfung, einen Genesenennachweis oder ein negatives Testergebnis erbringen. Für diese Zeit gilt auch eine Quarantäne. Wird der Nachweis nicht erbracht, bleiben die Urlauber für 10 Tage in Quarantäne und müssen mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren rechnen.

Bei der Rückreise aus einem Hochinzidenzgebiet besteht schon bei Einreise die Pflicht zum Nachweis eines vollständigen Impfschutzes, alternativ einer durchgemachten Infektion oder eines negativen Tests. Zudem erfolgt grundsätzlich eine zehntägige Quarantäne. Diese kann entweder durch einen Impf- oder Genesenennachweis bzw. frühestens fünf Tage nach Einreise durch einen weiteren negativen Test vorzeitig beendet werden.

Bei Rückreise aus einem Virusvariantengebiet besteht schon bei Einreise die Pflicht zum Nachweis eines negativen Tests, außerdem eine in jedem Fall geltende 14-tägige Quarantäne. Auch Personen mit Genesenen- oder Impfnachweis sind zu dieser Quarantäne verpflichtet. Diese kann auch nicht vorzeitig beendet werden.

In diesem Zusammenhang betont Karlheinz Fuchs: "Für unsere Arbeit in der Corona-Stabsstelle sind diese Einreiseanmeldungen immens wichtig. Sie helfen uns, Kontakte nachzuverfolgen und mögliche Infektionsketten zu unterbrechen."

Weitere Informationen zu aktuellen Einreisebestimmungen nach Deutschland im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie gibt es auf der Internetseite des Kreises unter www.kreis-steinfurt.de/Corona, Stichwort "Ein- und Rückreise".


Pressemitteilung von Freitag, 25. Juni 2021 Kreis Steinfurt

Kreis Steinfurt spendet Beatmungsgeräte und Absaugpumpen für Nepal

SWAN Deutschland organisiert Transport nach Asien

Kreis Steinfurt. Der Kreis Steinfurt hat dem gemeinnützigen Verein SWAN Deutschland mit Sitz in Rheine medizinische Hilfsgüter für Nepal gespendet. Landrat Dr. Martin Sommer überreichte im Beisein von Michael Voigt, Mitarbeiter im Sachgebiet Rettungsdienst, vier Beatmungsgeräte und sechs manuelle Absaugpumpen an die Vereinsvorsitzenden Dr. Barbara Dyckhoff-Karki und Bernd Pott. Der durch Spendengelder finanzierte Lufttransport der Hilfsgüter soll nach Angaben der Vorsitzenden schnellstmöglich erfolgen.

Aufgrund der dramatischen Corona-Lage in Nepal versucht der Verein Notstationen bzw. krankenhausähnliche Strukturen in entlegenen Gebieten des Himalaya-Staates aufzubauen. "Die vorab auf ihre Funktionsfähigkeit geprüften Beatmungsgeräte sind druckluftbetrieben und können somit auch ohne Stromversorgung in den abgelegenen Bergregionen Nepals eingesetzt werden", erklärte Sommer bei der Übergabe. Die Beatmungsgeräte waren bis 2016 im Rettungsdienst des Kreises Steinfurt im Einsatz und standen anschließend als Reserve zur Versorgung von Covid-19-Erkrankten im Kreis zur Verfügung. Die Spende führe nicht zur Beeinträchtigung der Beatmungskapazitäten, betonte Sommer. Er dankte den Vereinsvorsitzenden für das Engagement und sagte, dass er über jeden Einsatz der Geräte aus dem Kreis Steinfurt froh sei, mit dem Betroffenen geholfen werden könne.

"Die Hilfe kommt auf jeden Fall an", versicherte Barbara Dyckhoff-Karki. Ihr Mann sei vor Ort und direkt am Aufbau beteiligt. Deshalb kennt sie auch die Situation in Nepal: "Es fehlt dort an allem. Die Lage scheint die Indiens noch um ein Vielfaches zu übersteigen."

Der im Jahr 2014 gegründete SWAN Deutschland e. V. leistet Nepalesen Hilfe zur Selbsthilfe. Er fördert Projekte, die die Lebenssituation vor Ort dauerhaft verbessern. Weitere Informationen unter www.swan-ev.de.


Pressemitteilung von Mittwoch, 23. Juni 2021 Kreis Steinfurt

Über 175 000 Impfungen am FMO – große Zufriedenheit trotz Impfstoffmangel

Auch der anlaufende Flugverkehr beeinträchtigt den Betrieb nicht

Kreis Steinfurt. Rund 175 000 Impfungen insgesamt, davon 96 000 Erst- und 79 000 Zweitimmunisierungen seit dem 8. Februar: Diese Zahlen verdeutlichen, welche Bedeutung das Impfzentrum des Kreises Steinfurt am Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) in Greven für die Eindämmung des Coronavirus spielt. Bis zu 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten hier an sieben Tagen in der Woche in zwei Schichten. Sie koordinieren, beantworten die Fragen der Impflinge und sorgen für eine möglichst reibungslose Organisation. Die Arbeitsabläufe wurden in den vergangenen Monaten stetig verbessert, so dass Ende Mai knapp 2000 Personen pro Tag eine Impfung erhalten konnten.

Auf den Betrieb bei voller Auslastung im Frühjahr dieses Jahres schaut Friedhelm Thielen, Leiter des Impfzentrums, gerne zurück. Mitte Juni lag die Zahl der täglichen Impfungen bei nur etwa 1200. Grund dafür waren die geringen Mengen an Impfstoff, die Bund und Land zur Verfügung stellten. "Aktuell sieht die Situation etwas besser aus, so dass wir in den kommenden Wochen weiteren priorisierten Personengruppen eine Erstimpfung am FMO anbieten können", so Thielen.

Trotz der teils etwas geringeren Auslastung im Juni ist das Impfzentrum für Dr. Karlheinz Fuchs, Dezernent für Gesundheit und Bevölkerungsschutz des Kreises Steinfurt, aktuell nicht zu ersetzen: "Wir haben in den vergangenen Monaten gesehen, welche Kapazitäten das Impfzentrum besitzt. Um die hohe Nachfrage nach einer Immunisierung in der Bevölkerung in den Sommermonaten decken zu können, müssen Hausarztpraxen und Impfzentren gleichermaßen in die Impfkampagne eingebunden werden", so Dr. Fuchs.

Während einige Teile des Flughafens Münster-Osnabrück weiter als Impfzentrum genutzt werden, läuft in anderen Bereichen der Normalbetrieb an. Mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen steigt der Flug- und Reiseverkehr am FMO. Dass sich der Betrieb des Impfzentrums dennoch ohne Einschränkungen fortsetzt, zeigt einmal mehr, wie eingespielt die Organisationsprozesse sind.


Pressemitteilung von Freitag, 21. Mai 2021 Kreis Steinfurt

Kreis Steinfurt bringt Hilfslieferung für Indien auf den Weg

28 Beatmungsgeräte unterstützen im Kampf gegen Corona

Kreis Steinfurt. Der Kreis Steinfurt spendet dem von der Corona-Pandemie stark betroffenen Land Indien 28 Beatmungsgeräte, für deren Betrieb nur eine Sauerstoffflasche und keine Stromversorgung notwendig ist. Die Geräte inklusive notwendigem Zubehör wurden in dieser Woche im Kreishaus Steinfurt abgeholt und werden über Frankfurt am Main zum Münchener Flughafen gebracht. Von dort startet das Flugzeug mit der Hilfslieferung am Sonntag nach Indien, sodass die Geräte ab Dienstag für die Versorgung von Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen.

Die druckluftbetriebenen Geräte waren bis 2019 im Rettungsdienst des Kreises in Verwendung. Seit 2020 standen sie als Reserve zur Versorgung von Covid-19-Erkrankten im Kreis Steinfurt zur Verfügung. Dafür prüfte der Hersteller alle Geräte auf ihre Funktionsfähigkeit. Dr. Martin Sommer, Landrat des Kreises Steinfurt, ist glücklich, Indien mit der Lieferung helfen zu können: "Wir sind froh über jeden Einsatz eines der Beatmungsgeräte aus dem Kreis Steinfurt, mit dem einem Betroffenen in Indien geholfen werden kann. Auch dass die Geräte schon Anfang der Woche in Indien ankommen und in der akuten Phase der Pandemie genutzt werden können, ist nicht selbstverständlich. Dafür danke ich allen Mitarbeitenden, die in den letzten Tagen einen großen Einsatz gezeigt haben." Dr. Karlheinz Fuchs, Leiter der Stabsstelle Corona, ergänzt: "Diese Spende führt nicht zu einer Schmälerung der Beatmungskapazitäten im Kreis Steinfurt."

Verantwortlich für die Organisation der Hilfslieferung ist das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ). Das GMLZ hatte über die Bundesländer in der vergangenen Woche eine Anfrage an die Städte und Kreise gerichtet und gemeldetes Material daraufhin geprüft.


Pressemitteilung von Donnerstag, 6. Mai 2021 Kreis Steinfurt

Kreis Steinfurt verschickt Nachweise der Immunisierung an Genesene

Verordnung des Landes entbindet nicht von Corona-Schutzmaßnahmen

Kreis Steinfurt. Der Kreis Steinfurt verschickt ab heute die Nachweise an ehemals mit SARS-CoV-2-Virus infizierte und mittlerweile genesene Personen. Alle Personen, die seit Beginn der Pandemie durch einen PCR-Test gesichert bei der unteren Gesundheitsbehörde als infiziert und genesen erfasst sind, erhalten in den nächsten Tagen automatisch Post. Der Grund dafür ist die Verordnung des Landes NRW vom vergangenen Wochenende, die seit Montag, 3. Mai, vollständig Geimpften (14 Tage nach der zweiten Impfung) und in den letzten 6 Monaten an SARS-CoV-2 Genesenen mehr Rechte einräumt.  

Sie werden mit negativ Getesteten gleichgestellt. Das heißt: Wer beispielsweise "Click&Meet" im Einzelhandel nutzen will, einen Frisörtermin einhalten will oder einen Besuch im Tierpark plant, kann das gegen Nachweis einer entsprechenden Immunisierung oder Gesundung machen und muss kein negatives Schnelltest-Ergebnis mehr vorlegen.

Wichtig: Dieser Nachweis entbindet nicht von den Corona- Schutzmaßnahmen wie beispielsweise Maskenpflicht und Einhalten von Abständen.

Einzelheiten zum Thema hat das Land auf seiner Internetseite unter www.land.nrw veröffentlicht. Bei Fragen steht die Hotline des Landes zur Verfügung, Telefon 0211 / 9119-1001.


Pressemitteilung von Donnerstag, 29. April 2021 Kreis Steinfurt

In eigener Sache: Kreis Steinfurt meldet und veröffentlicht Corona-Positiv-Befunde ab sofort nur noch mit Stand 18.30 Uhr

Kreis Steinfurt. Die Pandemie fordert die Gesundheitsämter in vielerlei Hinsicht: Positiv Getestete müssen isoliert, Kontaktpersonen nachverfolgt, Impfungen und Testungen organisiert, unzählige Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet werden. Zum Arbeitspaket, das Tag für Tag zu bewältigen ist, zählt auch die Statistik, die angesichts aktueller gesetzlicher Regelungen von weitreichender Bedeutung ist.

Das Prozedere ist komplex, die von unterschiedlichen Adressaten zu verschiedenen Zeitpunkten veröffentlichten Zahlen werfen immer wieder Fragen auf.

Deshalb hier eine Erläuterung des bisherigen Vorgehens:

Jeden Tag um 18.30 Uhr, so ist es vorgeschrieben, meldet der Kreis Steinfurt die aktuellen Positiv-Befunde, die bis dahin aus den Laboren eingegangen sind, an das Landeszentrum für Gesundheit (LZG), das diese wiederum an das Robert-Koch-Institut (RKI) weitergibt. Die Zahlen, die das RKI auf dieser Basis veröffentlicht, sind Grundlage für alle weiteren Maßnahmen, etwa aus der Bundes-Notbremse.

Viele Positiv-Befunde aus den Laboren gehen beim Kreis Steinfurt allerdings jeden Tag auch noch nach 18.30 Uhr ein und werden auch bis tief in die Nacht hinein durch den Ermittlungsdienst bearbeitet. Kurz vor Mitternacht summiert die IT die Gesamtzahl des Tages und veröffentlicht diese auf dem Dashboard des Kreises – natürlich ist die Zahl dann höher als die, die um 18.30 Uhr dem LZG gemeldet wurde.

Gegen 7 Uhr am nächsten Tag startet die Frühschicht der Ermittler und kümmert sich um die Positiv-Befunde, die im Laufe der Nacht noch eingegangen sind. Das Lage-Büro des Kreises hat sodann gegen 8.30 Uhr einen Gesamtüberblick über alle Positiv-Fälle des vorigen Tages. Diese Zahl veröffentlicht der Kreis in seiner täglichen Pressemitteilung und meldet sie auch dem LZG, das die 7-Tage-Inzidenz im Verlauf nachträglich korrigiert.

Um künftig einheitlicher und verständlicher informieren zu können, wird der Kreis ab sofort nur noch die Positiv-Befunde mit Stand vom Vortag 18.30 Uhr veröffentlichen. Dann sind die Zahlen, die den Inzidenzwert bestimmen, sowie die auf Dashboard und in der Pressemitteilung identisch.




Pressemitteilung von Freitag, 5. März 2021 Kreis Steinfurt

Positiver Corona-Selbsttest? Absondern und beim Kreis Steinfurt anrufen

Kreis Steinfurt. In einigen Tagen werden Corona-Selbsttests im Handel verfügbar sein. Wer ein positives Ergebnis erhält, sollte sich absondern, um andere Menschen nicht anzustecken. Zudem sollte mit dem Kreis Steinfurt ein Termin für einen PCR-Test unter der Telefonnummer 02551 / 69-7100 vereinbart werden. So kann das Ergebnis abgesichert werden, denn PCR-Tests sind verlässlicher als Selbsttests.


Pressemitteilung von Freitag, 26. Februar 2021 Kreis Steinfurt

Ein Jahr Krisenstab Kreis Steinfurt: Landrat Dr. Martin Sommer dankt Dr. Karlheinz Fuchs und dem gesamten Team

Rückschau auf die vergangenen zwölf Monate der Corona-Pandemie

Kreis Steinfurt. Ein Jahr Krisenstab: Es sind gemischte Gefühle in den Gesichtern der Krisenstabsmitglieder zu entdecken, als am Freitag, 26. Februar, kurz vor der Lagebesprechung um 11 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Steinfurter Kreishauses dieses kleine "Jubiläum" die Runde macht. Landrat und Krisenstabsleiter Dr. Martin Sommer lässt es sich dann auch nicht nehmen, allen für das Engagement im zurückliegenden Jahr zu danken und überreicht dem Leiter der Stabsstelle Corona, Dr. Karlheinz Fuchs, stellvertretend ein kleines Geschenk für alle Aktiven.

"Ein Jahr Krisenstab…" resümieren gedanklich viele der Krisenstabsmitglieder, die meisten von ihnen sind von Beginn an mit im Boot: Ja, vor einem Jahr richtete der Kreis Steinfurt als erste Gebietskörperschaft in der Region den Krisenstab ein. Sein Leitgedanke war schon damals: "Vor die Lage kommen." Deshalb war es wichtig, bereits Ende Februar die Strukturen zu schaffen, auch wenn der erste nachweislich positive Corona-Fall im Kreis Steinfurt noch rund zwei Wochen ausblieb: Im kleinen Sitzungssaal zogen die IT-Experten aus dem Haus eilig Kabel und stellten Laptops und Telefone auf, und der Krisenstab wurde personell besetzt. Seitdem fanden 261 Lagebesprechungen statt.

Dort, im kleinen Sitzungssaal, wo sonst die Politik diskutiert, sitzen auch heute die Krisenstabsmitglieder. Viele arbeiten auch sonst in der Kreisverwaltung, beispielsweise im Amt für Gesundheit, Soziales und Pflege, im Ordnungsamt, im Rechts-, Jugend- oder Personalamt. Sie bringen alle ihren eigenen beruflichen Blickwinkel mit, damit an alle Bevölkerungsgruppen und Herausforderungen frühzeitig gedacht wird. Auch die Polizei, der Kreisbrandmeister und die Hilfsorganisationen sind vertreten. Nicht persönlich, aber als übergeordnete Einheit ist die Politik zu spüren: Sie verschaffte am Beginn der Corona-Pandemie dem Krisenstab schnell und unkompliziert die finanziellen Möglichkeiten, um wichtige Entscheidungen umgehend treffen zu können.

Dass diese Krise nur gemeinsam in den Griff zu bekommen ist, zeigte sich im Laufe der Monate immer wieder. Und so sind es vermutlich ähnliche Bilder, die in den Köpfen der Krisenstabsmitglieder an diesem Vormittag in der Rückschau vorüberziehen: Die anfänglichen Sorgen, dass schlicht nicht genügend Desinfektionsmittel vorhanden ist, der Aufbau des "Pflegelazaretts" in Kooperation mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in der LWL-Klinik in Lengerich und des "Fieberlazaretts" im ehemaligen Marienhospital in Laer, der Aufbau des erweiterten Krisenstabs (in dem übrigens bisher circa jeder zweite Mitarbeitende des Kreises Steinfurt tätig war und dessen Ermittlungsdienst bisher mehr als 70.000 Kontaktpersonen ermittelt hat), und später der Corona-Stabsstelle, der mobilen Impf-Teams und des Impfzentrums am Flughafen Münster/Osnabrück. Ein Jahr ist vorbei. Die Pandemie ist es noch nicht. "Unser Ziel bleibt, vor der Lage zu sein", sagt Landrat Dr. Martin Sommer. "Das hat bisher im Kreis Steinfurt sehr gut funktioniert und dafür arbeitet der Krisenstab auch weiterhin."


Pressemitteilung von Dienstag, 9. Februar 2021 Kreis Steinfurt

Extreme Wetterlage hatte kaum Einfluss beim Start des Impfzentrums am FMO

Landrat und der Leiter der Stabsstelle Corona sind mit dem Auftakt sehr zufrieden

Kreis Steinfurt. 255 über 80-Jährige waren für einen Impftermin am ersten Tag im Impfzentrum des Kreises Steinfurt am Flughafen Münster-Osnabrück gebucht, 233 haben zum Auftakt ihren Impftermin wahrgenommen – trotz der extremen Straßenverhältnisse aufgrund des Wintereinbruchs. So fiel denn auch das Fazit von Landrat Dr. Martin Sommer und dem Leiter der Stabsstelle Corona Dr. Karlheinz Fuchs positiv aus: Besser hätte es unter diesen Bedingungen nicht laufen können.

"Ich freue mich sehr und bin auch erleichtert, dass alles reibungslos funktioniert hat - auch im Hinblick auf die Wetterlage. Die vielen Stunden Vorbereitung, unser Probelauf im Dezember und der nötige Feinschliff danach haben sich ausgezahlt", sagt Martin Sommer am Tag nach dem Auftakt. Große Erleichterung gab es um 13.30 Uhr als endlich der Impfstoff geliefert wurde. Nach einer guten halben Stunde ging es dann los.

Dass am ersten Tag doch fast alle gebuchten Termine durchgeführt werden konnten, ist auch vielen Unterstützern zu verdanken, sagt Karlheinz Fuchs: "In Kooperation mit drei Unternehmen aus dem Kreis beispielsweise konnten wir kurzfristig für die ersten beiden Tage einen Abhol-Service für diejenigen anbieten, die sich den Weg nach Greven nicht selbst zugetraut haben." Mehr als 50 haben diesen Service am Montag in Anspruch genommen, für den Dienstag haben sich mehr als 30 gemeldet. Damit nicht noch auf den letzten Metern ein Ausrutscher passiert, kümmerte sich der FMO um die Räumung der Zufahrtsstraße und der Parkplätze. "Wir sind beim Impfen auf Zusammenarbeit ganz unterschiedlicher Ebenen angewiesen. Ich bin sehr dankbar dafür, dass das im Kreis Steinfurt ob kommunal, über Vereine oder privat organisiert sehr gut funktioniert, wie der Start des Impfzentrums wieder einmal zeigt", betont Sommer.


Pressemitteilung von Mittwoch, 3. Februar 2021

Kreis Steinfurt richtet ämterübergreifende Beratungshotline für Familien ein

Auswirkungen der Corona-Krise auf Familien immens

Kreis Steinfurt. Der Kreis Steinfurt richtet ab morgen, Donnerstag, 4. Februar, montags bis donnerstags von 10 bis 15 Uhr sowie freitags von 10 bis 13 Uhr eine Beratungshotline unter der Nummer 0 25 51 / 69 – 23 23 ein. Die Schulpsychologische Beratungsstelle, das Amt für Soziales, Gesundheit und Pflege sowie das Jugendamt des Kreises Steinfurt möchten gemeinsam mit Erziehungsberatungsstellen im Kreisgebiet für Kinder, Jugendliche und Familien einen ersten Kontakt und eine erste Hilfestellung anbieten.

„Die Corona-Krise und vor allem die Lockdowns mit geschlossenen Schulen und dem Appell, Betreuungsangebote wenn möglich nicht in Anspruch zu nehmen, bedeuten für Familien zum großen Teil immensen Druck und viele Sorgen“, sagt Tilman Fuchs, Dezernent der beteiligten Ämter. Der Spagat zwischen Homeoffice und Kinderbetreuung, eine fehlende Tagesstruktur und eventuelle Existenzängste aufgrund von Kurzarbeit oder Insolvenzen seien eine große Belastung für Familien. „Dazu kommt, dass Sport-, Kultur- oder weitere Freizeitangebote als Ausgleich derzeit nicht zur Verfügung stehen, so dass wir mit dem Beratungsangebot Entlastung und möglicherweise weitergehende Unterstützung anbieten wollen“, so Fuchs.


Pressemitteilung von Freitag, 29. Januar 2021 Kreis Steinfurt

Schritt für Schritt: Eine Tour durch das Impfzentrum des Kreises Steinfurt am FMO

Als Video auf YouTube zu sehen

Kreis Steinfurt. Eine Tour durch das Impfzentrum des Kreises Steinfurt am Flughafen Münster/Osnabrück ist jetzt als Video auf YouTube zu sehen. Der Kreis Steinfurt hat diesen Film gedreht, um den Bürgerinnen und Bürgern zu zeigen, was sie im Impfzentrum genau erwartet, wenn sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Es werden die einzelnen Stationen präsentiert und Schritt für Schritt der Ablauf der Impfung begleitet: von der Anfahrt, über den Anmelde-, den Impf- und den Wartebereich bis zur Abmeldung.

Das Video ist auf dem YouTube-Kanal des Kreises Steinfurt unter www.youtube.com/user/Kreissteinfurt und auch unter dem Link https://youtu.be/ZuL5ZP_hC_c zu sehen.


Pressemitteilung von Freitag, 29. Januar 2021 Kreis Steinfurt

Kreis Steinfurt: Gebrauchte Einwegmasken gehören in den Restmüll

Kreis Steinfurt. Die Müllmengen sind während der Pandemie gestiegen. Einen winzig kleinen Anteil daran haben auch die Einwegmasken, die vor Corona kaum jemand genutzt hat, der es beruflich nicht musste. Für die Entsorgung dieser Masken gibt es nur eine richtige Option: die Restmülltonne.

Eine Einwegmaske besteht nicht nur aus Papier oder Vlies, sondern aus einem Mix verschiedener Materialien, Schutzlagen und Beschichtungen. Deshalb darf sie nicht in die Bio-, die Papier- oder die gelbe Tonne gegeben werden. Das gilt sowohl für FFP2- Masken als auch für OP-Masken und KN95- oder N95-Masken.

 Auch aus einem weiteren Grund gehören sie in die Restmülltonne: Die Masken können theoretisch mit Corona-Viren und anderen Keimen belastet sein. Der Inhalt der Restmülltonne geht in die Abfallverbrennung. Das ist die einzige Entsorgungsmöglichkeit, um die Viren unschädlich zu machen. Der Inhalt aller anderen Tonnen wird recycelt. An den Umschlagplätzen und in den Recyclinganlagen für Bio-, Papier- oder Verpackungsabfälle könnten die Mitarbeitenden mit den Abfällen in Kontakt kommen, was unbedingt zu vermeiden ist.


Pressemitteilung von Freitag, 29. Januar 2021 Kreis Steinfurt

Kinderschutz im Kreis Steinfurt: Auch im Lockdown ist das Kreisjugendamt immer ansprechbar

Corona wird als gesellschaftliche Herausforderung angesehen

Kreis Steinfurt. "Corona ist auch ein Brennglas." Anja Tewes, Sachgebietsleiterin Sozialpädagogische Dienste im Kreisjugendamt Steinfurt, und Sylvia Egelkamp, Pädagogische Leitung der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland, meinen hiermit beispielsweise Probleme in Familien, die sich durch die Lockdowns verschärft haben. "Ebenso treten bei all den durch Corona erhöhten Einschränkungen für Familien Belastungen an die Oberfläche, die schon lange schwelten", sagt Sylvia Egelkamp. Sie und ihre Kolleginnen und Kollegen, die nachts und am Wochenende im Krisendienst für den Kreis Steinfurt arbeiten, denken zum Beispiel an Mütter oder Väter, die durch Corona mit finanziellen Sorgen konfrontiert sind, die Betreuung ihrer Kinder zuhause sicherstellen und den Schulalltag auffangen müssen.

Der Druck der dabei entsteht, ist nicht selten groß, so die Einschätzung von Anja Tewes. Die Familien verbringen aufgrund des Lockdowns in vielen Fällen deutlich mehr Zeit als sonst miteinander und das manchmal auch auf engem Raum: "Nicht jede Familie hat ein Haus mit Garten – auch nicht im ländlichen Kreis Steinfurt", bringt es Egelkamp auf den Punkt.

Auch im Kreisjugendamt wird Corona als gesellschaftliche Herausforderung angesehen: Anja Tewes berichtet, dass sie im vergangenen Jahr einen leichten Anstieg der gemeldeten Fälle im Kinderschutz beobachtet hat. Auffällig sei, dass das Meldeverhalten wellenförmig war und mit den Lockdowns jeweils zurückging. Ein scheinbarer Widerspruch, denn: "Gerade in den Zeiten der Lockdowns, mit zum Teil geschlossenen Schulen und Einrichtungen der Kindertagesbetreuung, war die Belastung in den Familien ja besonders hoch", sagt die Sachgebietsleiterin des Kreisjugendamtes. Sie und Sylvia Egelkamp von der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland haben sich im vergangenen Jahr mit ihren Kolleginnen und Kollegen dafür stark gemacht, dass Kinder, Jugendliche und Familien ihre Ansprechpersonen nicht verlieren. Vorteilhaft ist hier die enge Verbundenheit zu den Kooperationspartnern, Kitas, Kindertagespflegen und Schulen im Kreisgebiet, so Tewes. Diese Institutionen gehören zu den wichtigsten Pfeilern im Kinderschutz, da sie die Kinder und Jugendlichen regelmäßig sehen.

"Deshalb: Bitte lieber einmal zu viel als einmal zu wenig bei uns anrufen!", appelliert Tewes auch an die Bürgerinnen und Bürger im Kreisgebiet. "Wir halten alle unsere Angebote aufrecht und sind da, wenn jemand Unterstützung benötigt." Das müsse auch nicht immer der Notfall sein, denn es gebe viele Möglichkeiten, Unterstützung und Beratung anzubieten. Beispielhaft benennt Anja Tewes, dass die Beratungsstellen auch im Lockdown ihre Angebote vorhalten und mit Video- und Telefonkontakten sowie Spaziergängen neue Wege gehen. "Darüber hinaus haben wir auch über Weihnachten und den Jahreswechsel eine telefonische Beratung angeboten", so Tewes. Menschen, die selbst Unterstützung benötigen oder aber sich Sorgen um andere machen, können sich an das Kreisjugendamt unter der Telefonnummer 0 25 51 / 69 – 23 05 wenden.

Auch wenn Corona eines Tages Geschichte sein sollte, werden die Folgen dieser besonderen, herausfordernden Zeit in den Familien noch länger sichtbar sein, sind Anja Tewes und Sylvia Egelkamp überzeugt: "Die Kinder haben dann für anderthalb oder vielleicht sogar zwei Jahre eine andere Entwicklung gemacht als sonst", meinen beide. Ihnen fehle beispielsweise auch die Zeit in Sportvereinen und in Angeboten der offenen Kinder- und Jugendarbeit und das nicht nur wegen der körperlichen Fitness, sondern auch wegen der sozialen Kontakte. "Aufgrund des Lockdowns sind die Familien sehr viel in ihrem Zuhause – wir müssen schauen, dass sie später hier auch wieder rauskommen und in ihren vorherigen Alltag zurückfinden", sagt Egelkamp. Aktuell gebe es bereits erste Überlegungen, welche Angebote Kinder, Jugendliche und Familien benötigen, um bald auch den persönlichen Lockdown zu beenden und wieder am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. 


Pressemitteilung von Donnerstag, 28. Januar 2021 Kreis Steinfurt

Infos zur Corona-Schutzimpfung jetzt auch in 19 Fremdsprachen verfügbar

Abruf über die Website des Kreises Steinfurt möglich

Kreis Steinfurt. Auf der Website des Kreises Steinfurt ist jetzt unter www.kreis-steinfurt.de/impfen eine Verlinkung auf den Online-Auftritt des Robert-Koch-Instituts geschaltet. Dort stehen ab sofort Übersetzungen der Informationsmaterialien zur Corona-Schutzimpfung in 19 verschiedenen Fremdsprachen zum Download zur Verfügung. Übersetzt sind jeweils sowohl das Aufklärungsmerkblatt als auch der Einwilligungsbogen zur Impfung.


Pressemitteilung von Dienstag, 26. Januar 2021 Kreis Steinfurt

Hotline der Stabsstelle Corona ab sofort erreichbar unter 0 25 51 / 69 – 71 00 - diese Hotline ist nicht für die Impfterminvergabe gedacht!

Neue Software-Lösung / Reiserückkehrer wählen 0 25 51 / 69 – 71 01

Kreis Steinfurt. Der Informationsbedarf der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Steinfurt in Bezug auf das Thema "Corona" ist weiterhin groß. Da die bestehende Telefonanlage der Stabsstelle Corona des Kreises Steinfurt für die Vielzahl von Kontaktaufnahmen nicht ausgelegt war und damit regelmäßig an ihre technischen Grenzen stieß, wurde nun eine neue Software-Lösung mit professioneller Call-Center-Funktionalität installiert. Gleichzeitig wurden die bisherigen Hotline-Rufnummern zusammengefasst und reduziert. Die Bürgerinnen und Bürger erreichen die Hotline der Stabsstelle Corona zukünftig einheitlich unter der Telefonnummer (0 25 51) 69 – 71 00. Für alle Anfragen rund um das Thema Reiserückkehr (Testpflicht, Quarantäne) steht eine Hotline unter der Telefonnummer (0 25 51) 69 – 71 01 zur Verfügung.


Pressemitteilung von Donnerstag, 14. Januar 2021 Kreis Steinfurt

Auswirkungen von Corona auf die Psyche: Kreis Steinfurt startet Online-Serie für Betroffene und Interessierte am 19. Januar

Experten und Expertinnen informieren / Hotline am 20. Januar geschaltet

Kreis Steinfurt. Was macht die Corona-Pandemie mit Menschen, die ohnehin schon belastet sind, an Ängsten oder an Depressionen leiden? Wo können sie in dieser Zeit Unterstützung erhalten? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um psychische Erkrankungen und Belastungen werden ab Dienstag, 19. Januar, in einer Online-Serie des Amtes für Soziales, Gesundheit und Pflege gegeben. Bis Ende März stellen Experten und Expertinnen regelmäßig psychiatrische Krankheitsbilder vor, beleuchten den besonderen Aspekt Corona und benennen entsprechende Beratungsangebote. Am Tag danach ist zum jeweiligen Thema eine Hotline geschaltet.

Die von Dr. Anke Bösenberg und Frank Winter initiierte und organisierte Serie umfasst acht Videos zu unterschiedlichen Themen und wird durch ein Förderprogramm des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglicht. "Wir freuen uns über die Landesförderung für die Serie. Damit können wir die Personen erreichen, die durch Corona zusätzlich besonders belastet sind", sagt Bösenberg. Winter, Psychiatrie- und Suchtkoordinator, hofft, dass dieses Angebot möglichst viele anspricht: "Bei manchen sind während der Pandemie Unterstützungs- und Kontaktmöglichkeiten komplett weggebrochen. Diesen wollen wir praxisnah und niederschwellig Informationen und Ansprechpartner bieten." Das Angebot ist kostenlos und richtet sich auch an Angehörige und Freunde, die Betroffenen helfen möchten.

Beim Auftakt am 19. Januar geht es um Psychosen. Das Video ist im Internet auf dem Youtube-Kanal des Kreises Steinfurt zu sehen. Die Hotline zum Thema ist am Mittwoch, 20. Januar, geschaltet unter der Telefonnummer 02551 692899. Dr. Bernward Siegmund und Dr. Frank Röhr sind zwischen 15 und 18 Uhr zu erreichen. Alle Gesprächspersonen unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht. Das Angebot ist kostenlos.

Die weiteren Termine und Themen:
27. Januar – Angststörungen
9. Februar – Depressionen
16. Februar – Burnout
23. Februar – Persönlichkeitsstörungen
1. März – Hilfe und Unterstützung für psychisch Erkrankte Menschen im Kreis Steinfurt
8. März – Posttraumatische Belastungsstörung 22. März – Psychosomatische Erkrankungen


Pressemitteilung von Mittwoch, 25. November 2020 Kreis Steinfurt

Coronavirus: Kreisjugendamt und AG 78 im Kreis Steinfurt bitten um Verständnis für Maßnahmen in den Kitas

„Wir handeln im Interesse der Eltern. Unser großes Ziel ist es, die Kitas offenzuhalten!“

Kreis Steinfurt. Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie – sie sind zurzeit auch im Kreis Steinfurt in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen spürbar. Einer davon sind die Kitas im Kreis. Martinsumzüge, Weihnachtsfeiern und externe Angebote in den Einrichtungen fallen aus, die Eltern werden gebeten, ihre Kinder vor der Tür zu verabschieden und die Kita nicht zu betreten, der Kontakt der Eltern mit den Erzieherinnen und Erziehern ist auf ein Minimum reduziert und wo es möglich ist, werden einzelne Gruppen strikt getrennt. "Wir verstehen sehr gut, dass das für viele Eltern eine überaus schwierige und unbefriedigende Situation ist und sie sich abgeschnitten fühlen. Gerade das Gespräch mit den Erzieherinnen und Erziehern hat für sie einen hohen Stellenwert", erklärt Kreisjugendamtsleiter Mike Hüsing.

Dennoch bittet das Kreisjugendamt gemeinsam mit der AG 78, einer Arbeitsgemeinschaft aus Trägern der Kitas sowie Vertreterinnen und Vertretern der Kindertagespflege, der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und des Jugendamtselternbeirats, um Verständnis für die Maßnahmen. "All dies tun die Kitas aus einem einzigen Grund: Um Infektionen zu vermeiden und somit geöffnet bleiben zu können", unterstreicht Beate Schürmann, pädagogische Leitung bei der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland und Sprecherin der AG 78. "So halten die Kitas insbesondere den berufstätigen Eltern den Rücken frei. Die Kitas treffen die Maßnahmen damit im Interesse der Eltern", ergänzt sie. Das zeige sich auch daran, dass sich alle Träger im Kreis einig seien, ihre Kitas vor Heiligabend – anders als die Schulen – nicht generell schließen zu wollen, um die Eltern auch in dieser Zeit zu entlasten.

Durch die vom Kreisjugendamt empfohlenen Maßnahmen, wie beispielsweise – wenn möglich – eine Trennung von Gruppen, sei es bislang gelungen, die Schließung ganzer Einrichtungen in den meisten Fällen zu vermeiden. So wurde oftmals nur für einzelne Gruppen eine Quarantäne ausgesprochen, nicht aber für alle Kinder einer Einrichtung. "Davon profitieren Kinder und Eltern", bestätigt Mike Hüsing.

Insgesamt erschwere auch die angespannte Personalsituation die Arbeit der Kitas zusätzlich, erklärt Beate Schürmann. Aus Vorsicht seien Erzieherinnen und Erzieher bei Erkältungssymptomen zurzeit häufig länger krankgeschrieben, als dies unter normalen Umständen der Fall wäre. Um Abhilfe zu schaffen, würden viele Kitas daher Alternativen zum persönlichen Kontakt, wie virtuelle Elternbeiratssitzungen oder telefonische Elterngespräche, anbieten.

Eines ist für Mike Hüsing und Beate Schürmann in jedem Fall sicher: "Wir freuen uns genauso wie die Kinder und die Eltern auf den Tag, an dem alles wieder seinen normalen Gang nehmen kann."


Pressemitteilung von Donnerstag, 24. September 2020 Kreis Steinfurt

Karl und der Corona-Test: Kreis Steinfurt präsentiert selbst entwickeltes Bilderbuch zum Thema Corona

Geschichte soll Kindern Angst vor einem Abstrich nehmen

Kreis Steinfurt. Weil sich auch im Kreis Steinfurt die Corona-Fälle in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen mehren, müssen die Abstrichteams des Kreises immer häufiger Kinder auf das Virus testen. So entstand bei Dr. Kirsten Tepe aus der Stabsstelle Corona sowie den Mediengestalterinnen des Kreises Steinfurt Carla Wessels und Carina Afting die Idee, ein Bilderbuch zu entwickeln, das den Kleinen die Angst vor einem Abstrich nimmt. Die Hauptfigur der Geschichte war schnell gefunden, denn Dr. Tepe hat schon seit längerer Zeit bei Abstrichen in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen immer die Handpuppe Karl im Gepäck, die den Kindern Mut für den eigenen Corona-Test macht. So verfasste Carina Afting eine bunte Geschichte rund um Karl, der merkt, dass ein Abstrich gar nicht schlimm ist und Carla Wessels zeichnete die passenden Bilder dazu.

Dr. Martin Sommer, kommissarischer Behördenleiter der Kreisverwaltung Steinfurt, zeigte sich bei der Präsentation von "Karl und der Corona-Test" begeistert: "Es ist nicht selbstverständlich, dass wir als Behörde ein solches Projekt umgesetzt haben. Mein großes Kompliment geht daher an die beteiligten Kolleginnen, die ein wirklich kindgerechtes Bilderbuch entworfen haben und damit vielen Kindern die Angst vor einem Abstrich nehmen werden." Die erste Auflage umfasst 1000 Exemplare, die nun an die Kindertageseinrichtungen und die Grundschulen verteilt werden. Sollte der Bedarf größer sein, druckt der Kreis Steinfurt weitere Exemplare nach.


Pressemitteilung von Donnerstag, 6. August 2020 Kreis Steinfurt

Blick in den Krisenstab Teil 5: Was passiert nach einem positiven Test?

Beispielfall: Wie die Weiterverbreitung von Corona verhindert wird

Kreis Steinfurt. Die Corona-Infektionszahlen im Kreis Steinfurt steigen auf einem niedrigen Niveau. Der Krisenstab ist nach wie vor aktiv, doch viele Bürgerinnen und Bürger fragen sich in dieser Zeit mehr denn je, wie die Arbeit dort zurzeit aussieht. Anhand eines Beispielfalles soll dies verdeutlicht werden:

Die gesamte Pressemitteilung können Sie hier nachlesen.


Pressemitteilung von Dienstag, 14. Juli 2020 Kreis Steinfurt

Blick in den Krisenstab Teil 4: Das Lazarett in Laer

Ehrenamtliche versorgen derzeit Infizierte aus dem Kreis Warendorf

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.


Pressemitteilung von Mittwoch, 27. Mai 2020 Kreis Steinfurt

Blick in den Krisenstab Teil 3: Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier ist ein Verbindungsglied zu den Einsatzkräften

Wie sich die Arbeit in den Monaten verändert hat

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie hier.


Pressemitteilung von Freitag, 15. Mai 2020 Kreis Steinfurt

WertArbeit bietet auch weiterhin Lieferdienste für Bedürftige an

Termine für andere Dienstleistungen werden wieder vergeben

Kreis Steinfurt/Ibbenbüren/Rheine. Mit den ersten Lockerungen nach dem Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie gibt es wieder mehr Möglichkeiten für Verbraucher. Es gibt aber auch nach wie vor Menschen im Kreis Steinfurt, die auf Lieferdienste angewiesen sind. Die WertArbeit, das Sozialunternehmen des Kreises Steinfurt, kümmert sich weiterhin um die Hilfebedürftigen.

Rund 160 Kunden werden seit Beginn der Corona-Krise von den Standorten Rheine und Ibbenbüren aus beliefert. "Bisher sind schwerpunktmäßig Alleinstehende unsere Kunden, die keine Unterstützung von der Familie oder aus der Nachbarschaft haben", sagt WertArbeit-Geschäftsführer Bernd Moorkamp. Einkäufe, Medikamente, Pakete oder Wäsche – die 32 Beschäftigten kümmern sich um die Besorgung bzw. die Pflege und bringen alles bis vor die Haustür. "Selbstverständlich halten unsere Beschäftigten die vorgeschriebenen Abstands- und Hygieneregeln ein", betont Moorkamp.

"Haushaltsnahe Dienstleistungen" heißt der Bereich, der die Lieferdienste organisiert. Martina Ansmann ist die Anleiterin und Disponentin und weiß um die Dankbarkeit der Kunden: "Unsere Kunden freuen sich sehr, wenn wir zu ihnen kommen und auch ein paar aufmunternde Worte wechseln. Für viele ist dieser Austausch der einzige Kontakt, den diese Menschen in der jetzigen Krisenphase zur Außenwelt haben." Sie hat Vorkehrungen getroffen, damit die Versorgungen ihrer Kunden gesichert ist: "Die Belegschaft ist in mehrere Gruppen aufgeteilt, die keinen Kontakt untereinander haben. Wenn sich jemand aus einem Team infiziert hat, können immer noch die anderen Teams die Lieferdienste übernehmen."

Die Vorschriften und Empfehlungen werden bei der WertArbeit streng eingehalten, die Lockerungen bieten dem gemeinnützigen Sozialunternehmen eine Perspektive, meint Geschäftsführer Bernd Moorkamp: "Nicht lebensnotwendige Aufträge wie Fenster- und Wohnungsreinigungen oder leichte Gartenarbeiten haben wir seit März ausgesetzt bzw. verschoben. Dafür vergeben wir nun wieder Termine."

Informationen zu den Tätigkeitsfeldern und Dienstleistungen der WertArbeit gibt es unter www.wertarbeit-steinfurt.de.


Pressemitteilung von Montag, 4. Mai 2020 Kreis Steinfurt

Krisenstab des Kreises Steinfurt: Schutzmasken-Pflicht gilt nicht für alle Menschen

Kreis Steinfurt. Ob beim Einkauf im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt, in der Arztpraxis oder bei der Abholung von Speisen und Getränken in gastronomischen Einrichtungen: Die allermeisten Menschen wissen um die Maskenpflicht, die in NRW und damit auch im Kreis Steinfurt seit einer Woche gilt. Um die Ausnahmen von der Pflicht gibt es aber ab und zu Diskussionen: "Wenn jemand keine Maske trägt, sind die Mitmenschen jetzt verständlicherweise erst einmal irritiert", sagt Gesundheitsdezernent und Krisenstabsmitglied Tilman Fuchs. Es sei auch gut, dass die Bürgerinnen und Bürger aufeinander aufpassen, zu berücksichtigen sei jedoch, dass tatsächlich bestimmte Gruppen von der Pflicht ausgenommen sind, nämlich Kinder bis zum Schuleintritt und Personen, die aus medizinischen Gründen wie Erkrankungen der Atemwege, Verletzungen im Gesicht oder aber einer fehlenden geistigen Einsichtsfähigkeit keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können. Dazu können zum Beispiel auch Menschen mit besonderen Beeinträchtigungen gehören.

Deshalb bittet der Krisenstab des Kreises Steinfurt darum, im Alltagsleben sensibel zu schauen, ob es triftige Gründe geben könnte, dass das Gegenüber keine Maske trägt. "Im Zweifelsfall hilft der Dialog", so Fuchs. Vom Grundsatz her gelte: Nutzerinnen oder den Nutzer sollen nicht durch den Mund-Nase-Schutz einer Gefahr ausgesetzt werden.


Pressemitteilung von Mittwoch, 29. April 2020 Kreis Steinfurt

Blick in den Krisenstab des Kreises Steinfurt Teil 2:  Wie die Betreuung der Pflegeheime abläuft

„KRITIS Pflege“ ist ein spezialisierter, kleiner Krisenstab

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie hier.


Pressemitteilung von Montag, 20. April 2020 Kreis Steinfurt

Jobcenter Kreis Steinfurt: Miete und Stromkosten sind zu zahlen

Fristlose Kündigungen drohen

Kreis Steinfurt. Derzeit werden Bezieher von Arbeitslosengeld II in verschiedenen Online-Foren unter Verweis auf die Corona-Gesetzgebung dazu aufgerufen, ihre Miete sowie Stromrechnungen nicht zu zahlen. Das jobcenter Kreis Steinfurt weist ausdrücklich drauf hin, dass dieses Vorgehen nicht rechtens ist.

Zwar wurde das Kündigungsrecht für Vermieter durch das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie eingeschränkt, aber nur soweit die Nichtzahlung auf den Auswirkungen der Corona-Pandemie beruht. Diese Voraussetzungen liegen beim Bezug von SGB II-Leistungen nicht vor, da die Kosten für Unterkunft und Heizung durch das Jobcenter in voller Höhe übernommen werden.

Insofern müssen Bezieher von Arbeitslosengeld II, die ihren Zahlungsverpflichtungen an Vermieter und Energieversorger nicht nachkommen, mit negativen Konsequenzen rechnen. Das heißt konkret: Bei der Nichtzahlung von Miete können die Voraussetzungen für eine fristlose Kündigung vorliegen und wer seine Stromrechnung nicht begleicht, muss mit einem Mahnverfahren seines Energieversorgers rechnen oder sogar mit einer Stromsperre.


Pressemitteilung von Samstag, 18. April 2020 Kreis Steinfurt

Coronavirus: Jugendämter haben Kinderschutz im Fokus

Krisendienst aufgestockt | Notfallwohngruppen in Planung

Kreis Steinfurt. Die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie vorgenommenen Maßnahmen bringen auch im Kreis Steinfurt neue Aufgaben im Kinderschutz mit sich. Alle fünf Jugendämter im Kreis Steinfurt (das Kreisjugendamt sowie die städtischen Jugendämter in Emsdetten, Greven, Ibbenbüren und Rheine) weisen daher jetzt darauf hin, dass sie das Kindeswohl gerade in dieser Krisensituation besonders im Blick haben.

Die besondere Herausforderung besteht für die Jugendämter derzeit darin, dass einige Meldewege – beispielsweise für Fälle häuslicher Gewalt – über Schulen, Kindertageseinrichtungen und Freizeitangebote von Sportvereinen oder der Kinder- und Jugendarbeit durch die Corona-Pandemie weitestgehend weggebrochen sind.

"Die Corona-Lage schweißt viele Familien zusammen. Eltern und Kinder verbringen mehr Zeit miteinander", sagt Mike Hüsing, Leiter des Kreisjugendamtes. "Aber es kann auch zu Überforderungen kommen und Konflikte können eskalieren. Wir stehen mit Beratung und Unterstützung zur Verfügung und bieten uns allen Familien als Ansprechpartner an. In den Fällen, wo Familien nicht von sich aus Hilfe anfragen, bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger, die Augen und Ohren offen zu halten und sich sofort an die Jugendämter zu wenden, wenn Anlass zur Sorge im Familien-, Bekannten- oder Nachbarschaftskreis oder im weiteren Umfeld besteht", erklärt Mike Hüsing. Die Kontaktdaten der Ansprechpartnerinnen und -partner sind auf der Internetseite des jeweiligen Jugendamtes veröffentlicht. Um den Kinderschutz im Kreis Steinfurt weiterhin zu einhundert Prozent umzusetzen, gehen die Jugendämter allen Meldungen nach. Bisher ist die Anzahl an Kinderschutzmeldungen nicht gestiegen.

Darüber hinaus hat die Evangelische Jugendhilfe Münsterland, die für alle fünf Jugendämter im Kreis Steinfurt den Krisendienst außerhalb der regulären Bürozeiten übernimmt, die Rufbereitschaft um eine weitere Person aufgestockt. So sind durchgängig zwei Teams voneinander losgelöst einsatzfähig.

Aktuell bereiten die Jugendämter und die Evangelische Jugendhilfe Münsterland außerdem die Inobhutnahme von infizierten Kindern vor. Es ist angedacht, ein zeitlich befristetes Projekt für die Inobhutnahme junger Menschen aufzubauen, in dem Kinder und Jugendliche, die unter Quarantäne stehen bzw. nachweislich mit dem Coronavirus infiziert sind, getrennt voneinander vorübergehend untergebracht werden können. Um den personellen Aufwand für diese Gruppen zu bewältigen, setzen die Beteiligten auf eine Bereitschaft der Träger der freien Jugendhilfe zur Mitwirkung und unterstützenden Kooperation.


Pressemitteilung von Montag, 30. März 2020 Kreis Steinfurt

Coronavirus: Rettungsdienst ab sofort ausschließlich mit Infektionsmundschutz im Einsatz

Neue Regelung aufgrund ausbleibender Informationen durch Anrufer notwendig

Kreis Steinfurt. Der Krisenstab des Kreises Steinfurt hat im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie jetzt alle Kräfte des Rettungsdienstes im Kreis angewiesen, während ihrer Einsätze grundsätzlich Infektionsmundschutz zu tragen.

Um Schutzausrüstung zu sparen, sollte der Rettungsdienst diese ursprünglich nur dann verwenden, wenn sich am Einsatzort bekannterweise Menschen befanden, die mit dem Coronavirus infiziert waren, in häuslicher Quarantäne lebten oder noch nicht ärztlich abgeklärte Erkältungssymptome aufwiesen. Das jetzt geänderte Vorgehen ist notwendig, weil Anrufer zuletzt in mehreren Fällen die Einsatzkräfte nicht vor möglicherweise infizierten Personen vor Ort gewarnt hatten.

"Wir verbrauchen durch die neue Regelung mehr Schutzmaterial als eigentlich nötig wäre. Die vergangenen Tage haben uns aber leider gezeigt, dass dieses Vorgehen notwendig ist, um unsere Rettungskräfte bestmöglich vor einer Infektion zu schützen und ihre Einsatzfähigkeit während der Pandemie aufrecht zu erhalten", erklärt Dr. Karlheinz Fuchs, Medizinischer Einsatzleiter "Corona" für den Kreis Steinfurt.

Der Krisenstab des Kreises Steinfurt bittet trotz der neuen Regelung weiterhin eindringlich darum, den Rettungsdienst beim Absetzen eines Notrufes vorab über Personen mit noch nicht ärztlich abgeklärten Erkältungssymptomen oder bekannt infizierte Personen am Einsatzort zu informieren.


Pressemitteilung von Dienstag, 24. März 2020 Kreis Steinfurt

Coronavirus: Kreis Steinfurt richtet Seelsorge-Hotline ein

Sozialpsychiatrischer Dienst unterstützt Menschen, die unter Einschränkung des sozialen Lebens leiden

Kreis Steinfurt. Die Coronavirus-Pandemie hat auch im Kreis Steinfurt weitreichende gesellschaftliche Folgen – das stellen unter anderem die hier tätigen Telefonseelsorgen fest und melden ein deutlich gestiegenes Anruferaufkommen. Der Kreis Steinfurt reagiert darauf und betreibt zur Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger ab sofort eine eigene seelsorgerische Hotline, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes betreuen. Die Hotline ist von montags bis donnerstags von 8 bis 16.30 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr besetzt und unter 02551 69 2830 zu erreichen.

Das Angebot richtet sich an Menschen, die durch die Einschränkungen des gesellschaftlichen und sozialen Lebens aufgrund des Coronavirus Angst, Sorgen oder Fragen entwickelt haben. Nicht geeignet ist die Hotline für medizinische Anfragen – zum Beispiel zu den Virus-Symptomen, zur Notwendigkeit einer Testung auf das Coronavirus oder zu Quarantäne- und Isolierungsregeln. Dazu steht weiterhin die medizinische Hotline des Kreises Steinfurt unter 02551 69 2825 zur Verfügung.


Pressemitteilung von Freitag, 20. März 2020 Kreis Steinfurt

Coronavirus: Polizei und Ordnungsämter ahnden Verstöße gegen Auflagen konsequent

Wer „Coronapartys“ feiert oder die Quarantäne verlässt, macht sich strafbar

Kreis Steinfurt. Die Polizei und die Ordnungsämter im Kreis Steinfurt zeigen verstärkt Präsenz, um zu überprüfen, ob die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus von den Bürgerinnen und Bürgern eingehalten werden. Das gilt erstens für die in den Allgemeinverfügungen der Kommunen festgehaltenen Veranstaltungsverbote: Personen, die an öffentlichen oder privaten Veranstaltungen in geschlossenen Räumen oder unter freiem Himmel teilnehmen oder diese veranstalten, machen sich strafbar. Das gilt beispielsweise für "Coronapartys" oder für ein Treffen in einer größeren Gruppe im Park. Ordnungsbehörden und Polizei werden entsprechende Verstöße gegen die Allgemeinverfügung durch Verwaltungszwangsmaßnahmen beenden.

Zweitens begehen auch solche Personen eine Straftat, die sich nicht an ihre Isolierungs- oder Quarantäne-Anordnungen halten und das Haus verlassen. Dieses Verhalten wird konsequent von Polizei und Ordnungsämtern nachverfolgt und geahndet. Dabei ist besonders zu beachten, dass die Quarantäne immer mindestens 14 Tage andauert: Auch, wenn in der Zwischenzeit ein Test auf den Coronavirus negativ ist, bleibt die Quarantäne bis zum 14. Tag bestehen.

Ältere Pressemitteilungen des Kreises Steinfurt finden Sie hier.

 

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