Brauchtumspreis des Kreises Steinfurt

Der Wanderpreis für Heimat- und Brauchtumspflege zeichnet die Leistungen ehrenamtlich engagierter Menschen aus und stellt sie in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Nicht nur Einzelpersonen wurden in den letzten Jahren für ihre Arbeit gewürdigt, auch diverse Gruppen haben sich diesen Preis für den Erhalt der verschiedenen Brauchtümer bereits verdient. Sie tragen einen großen Teil dazu bei, unsere Kulturgeschichte für die nachfolgenden Generationen zu erhalten.

Der Brauchtumspreis 2018 geht an Rita Volkmer aus Recke

Landrat Dr. Klaus Effing überreichte den Brauchtumspreis 2018 in einer Feierstunde in der Ruthemühle an Rita Volkmer aus Recke. Als nunmehr 30. Preisträgerin seit der erstmaligen Verleihung des Preises 1988 erhielt die Reckerin die Auszeichnung für ihren jahrzehntelangen vorbildlichen Einsatz in der Jugendarbeit. Dabei setzt sie sich nicht nur in ihrem Heimatort, sondern auch im gesamten Kreis Steinfurt – und sogar darüber hinaus – für die Brauchtumspflege ein.

„An Ideen, wie junge Leute die Besonderheiten ihrer Heimat ganz praktisch erleben können, mangelt es Ihnen nie“, lobte Landrat Dr. Effing in seiner Rede mit Blick auf Volkmers unermüdlichen Einsatz, Kindern und Jugendlichen in unzähligen Projekten deren Heimat näherzubringen. Als Leiterin der Jugendarbeit des Heimatvereins Recke, als eine der Organisatoren der Ibbenbürener Initiative „Den Kindern von Tschernobyl“ sowie als Leiterin des Fachbereiches Jugendarbeit im Kreisheimatbund stellt Volkmer seit Jahren auf kreative Weise Aktionen und Veranstaltungen auf die Beine. Besonders ihre Initiative, in enger Abstimmung mit dem Westfälischen Heimatbund (WHB) zu dessen „Westfalentag“ ein paralleles Programm für Kinder und Jugendliche ins Leben zu rufen und dieses jedes Jahr zu realisieren, hob Dr. Effing hervor.

Der Laudator Pfarrer Paul unterstrich Volkmers tiefe Verwurzelung im christlichen Glauben und lobte, dass sie mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit in der Heimat- und Brauchtumspflege „Brücken zwischen Menschen in der Nähe und der Ferne“ baue.

Mit festlicher Musik sorgte die Volksmusikergruppe des Heimatvereins Recke, in der die Preisträgerin und leidenschaftliche Akkordeonspielerin selbst aktiv ist, für die passende Atmosphäre für die Auszeichnung ihrer Mitstreiterin.


Brauchtumspreisverleihung 2019 Prof. Dr. Anton Janßen, Reinhild Finke, Gisela Köster, Landrat Dr. Klaus Effing, Markus Gerweler, Rita Volkmer, Reinhard Lah, Bürgermeister Eckhard Kellermeier und Pfarrer Reinhard Paul (v.l.)

Gruppenaufnahme der Preisträger und Preisträgerinnen

Gruppenbild Brauchtumspreisträger

Prof. Dr. Anton Janßen, Bernhard Reepen (Arbeitskreis Sachsenhof), Pfarrer em. Werner Heukamp, Paul Nößler, Josef Hüser, Julius Pelster, Hanna Schmedt, Reinhold Kortebrock (Kiepenkerlchor Nordwalde), Käthe Averwald, Paul Mensing, Heinz Dömer (Kiepenkerlchor Nordwalde) (Foto 2013)

Die bisherigen Preisträger

2017
Franz Ahmann sen., Horstmar-Leer
Für sein leidenschaftliches Engagement in der Gemeinde Horstmar und seinem Heimatort Leer und besonders für seinen Einsatz für die Restauration und den Wiederaufbau der beiden Mühlen "Schmeddings Mühle" und "Wennings Mühle".

2016
Heinz Rinsche, Emsdetten (†)
Für seinen unermüdlichen Einsatz in der Heimat- und Brauchtumspflege, besonders für sein über 30 Jahre währendes Engagement im Natur- und Landschaftsschutz im Kreis Steinfurt, unter anderem bei der Renaturierung der Ems und des Hochmoores "Emsdettener Venn".

2015
Willi Untiet, Ladbergen (†)
Für sein Engagement und seine große Hingabe für die Brauchtumspflege in seinem Heimatort Ladbergen, die Pflege der plattdeutschen Sprache als Autor, Lehrer und Juror, Ahnenforschung und das Sammeln von erhaltenswertem Kulturgut.

2014
Albert Tietmeyer, Metelen
Für sein soziales Wirken, sein hohes Engagement für die plattdeutsche Sprache, die vorbildliche Pflege von Heimat und Brauchtum und die umfangreichen Leistungen im Heimatverein Metelen.

2013
Helene Diekel, Altenberge (†)
Für ihr Engagement für die plattdeutsche Sprache und die Pflege von Heimat und Brauchtum. Insbesondere hervorzuheben ist auch ihr soziales Wirken.

2012
Heinrich Grotke, Hörstel (†)
"Für sein langjähriges Engagement in den Vorständen zahlreicher Vereine und als Autor einer Vielzahl von fundierten Publikationen zu heimatkundlichen Themen."

2011
Josef Hüser, Emsdetten
"Für sein langjähriges Engagement in Heimatvereinen und als Kreisheimatpfleger."
Herr Hüser setzte sich dabei für alle Belange der Brauchtumspflege ein und förderte den Zusammenhalt der Heimatvereine aus dem gesamten Kreis Steinfurt.

2010
Pfarrer em. Werner Heukamp, Recke
"Für seine Verdienste um die Erhaltung der plattdeutschen Sprache und für seinen unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz bei der Errichtung und Erhaltung verschiedenster Bildstöcke und Denkmäler."

2009
Kiepenkerlchor Nordwalde
"Für Ihren Einsatz zur Erhaltung der plattdeutschen Sprache, der Brauchtumspflege und der musikalischen Zusammenarbeit als Chor."

2008
Heinrich Westerkamp, Ibbenbüren-Laggenbeck
"Für sein umfangreiches Wirken in der Heimatpflege und sein Engagement jungen Menschen die plattdeutsche Sprache näher zu bringen."

2007
Arbeitskreis Sachsenhof des Heimatvereins Greven
"Für sein besonderes Engagement für das archäologische Freilichtmuseum Sachsenhof."

2006
Hanna Schmedt, Lienen
"Für ihr umfangreiches Engagement in der Brauchtumspflege und heimatkundlichen Forschung."

2005
Julius Pelster, Hörstel-Bevergern
"Für seine besonderen Verdienste um die Erhaltung heimatlicher Geschichte und Kultur."

2004
Josef Wetter, Altenberge (†)
"Für seine besonderen Verdienste in der heimatkundlichen Forschung."

2003
Heinz Stork, Ladbergen (†)
"Für seine umfangreichen Aktivitäten in der Heimatpflege."

2002
Käthe Averwald, Rheine
"Für ihre Verdienste um die Pflege der plattdeutschen Sprache."

2001
Heimatbühne Ibbenbüren
"Für ihre Verdienste als Mundarttheater."

2000
Heinrich Fischer, Neuenkirchen (†)
"Für seine Verdienste in der heimatkundlichen Forschung."

1999
Max Lohmeyer, Borghorst
"Für seine Verdienste um die Pflege der heimatlichen Natur und Umwelt."

1998
Prof. Dr. Anton Janßen, Horstmar
"Für seine Verdienste in der heimatkundlichen Forschung."

1997
Horst Michaelis, Mettingen
"Für seine Verdienste in der Natur- und Landschaftspflege."

1996
Willi Kamp, Emsdetten (†)
"Für seine Verdienste um die Förderung des plattdeutschen Sprache."

1995
Paul Mensing, Metelen
"Kreisheimatpfleger bis 1994."

1994
Paul Nößler, Recke (†)
"Für seine Verdienste um die Förderung ostdeutschen Brauchtums."

1993
Karin Düsing, Hörstel (†)
"Für ihre Verdienste um die Tradition der Weißstickerei."

1992
Niederdeutsche Bühne Rheine
"Für seine Verdienste als Mundarttheater."

1991
Ottilie Baranowski, Bevergern
"Für ihre Verdienste um die Förderung der plattdeutschen Sprache."

1990
Alfons Allkemper, (†)
"Nach zehnjähriger Tätigkeit als Kreisheimatpfleger."

1989
Josef Glasmeyer, Ibbenbüren (†)
"Für seine Verdienste um die Pflege und Förderung des Volkstanzes."

/ Kristina Dröge

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