Brauchtumspreis des Kreises Steinfurt

Der Brauchtumspreis zeichnet die Leistungen ehrenamtlich engagierter Menschen aus und stellt sie in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Nicht nur Einzelpersonen wurden in den letzten Jahren für ihre Arbeit gewürdigt, auch diverse Gruppen haben sich diesen Preis für den Erhalt der verschiedenen Brauchtümer bereits verdient. Sie tragen einen großen Teil dazu bei, unsere Kulturgeschichte für die nachfolgenden Generationen zu erhalten.

Der Brauchtumspreis 2020 geht an Irma Eggert aus Westerkappeln

Brauchtumspreis 2019

Endlich kann Irma Eggert aus Westerkappeln den Brauchtumspreis 2020 des Kreises Steinfurt in den Händen halten – die zunächst für Anfang Mai geplante Verleihung holten die Verantwortlichen jetzt nach. Die Auszeichnung gilt dabei ihrem jahrzehntelangen, vorbildlichen Einsatz um den Erhalt des Plattdeutschen. Im Beisein von Annette Große-Heitmeyer, Bürgermeisterin der Gemeinde Westerkappeln, Horst Dormann, Vorsitzender des Heimatvereines Westerkappeln, und Reinhild Finke, Vorstandsvorsitzende des Kreisheimatbundes Steinfurt, überreichte Landrat Dr. Martin Sommer der 74-Jährigen den Brauchtumspreis im Ratssaal der Gemeinde.

Eggert ist selbst Mitglied des Heimatvereines Westerkappeln und Mitherausgeberin verschiedener Publikationen. „Sie prägen das Geschehen im Verein auf vielfältige Weise – als Autorin, als sicherste Übersetzerin und als treibende Kraft bei Veranstaltungen“, würdigte Dr. Sommer das Engagement der Preisträgerin.

„Der Brauchtumspreis ist nicht nur eine Wertschätzung meiner Arbeit, sondern auch eine Anerkennung der schönen plattdeutschen Sprache. Moderne und Tradition müssen keine Gegensätze sein“, freute sich Eggert über ihre Auszeichnung. Über ihre Arbeit im Heimatverein Westerkappeln hinaus gestaltet sie Zusammenkünfte für Jung und Alt und wirkt in ihrer Kirchengemeinde mit. Sie versteht es, gemeinsam mit ihrem Ehemann, der Akkordeon spielt, Volkslieder auf Plattdeutsch umzusetzen und vorzutragen. Auch am Kreisjahrbuch ist sie mit einigen Beiträgen beteiligt.

Brauchtumspreis 2019 Kreisdirektor Dr. Martin Sommer (l.) überreicht in kleiner Runde den Brauchtumspreis 2020 an Preisträgerin  Irma Eggert  (r.)

Gruppenaufnahme der Preisträger und Preisträgerinnen

Gruppenbild Brauchtumspreisträger

Prof. Dr. Anton Janßen, Bernhard Reepen (Arbeitskreis Sachsenhof), Pfarrer em. Werner Heukamp, Paul Nößler, Josef Hüser, Julius Pelster, Hanna Schmedt, Reinhold Kortebrock (Kiepenkerlchor Nordwalde), Käthe Averwald, Paul Mensing, Heinz Dömer (Kiepenkerlchor Nordwalde) (Foto 2013)

Die bisherigen Preisträger

2020
Irma Eggert, Westerkappeln
Die Auszeichnung gilt ihrem jahrzehntelangen, vorbildlichen Einsatz um den Erhalt des Plattdeutschen. Sie prägt das Geschehen im Heimatverein Westerkappeln auf vielfältige Weise – als Autorin, als sicherste Übersetzerin und als treibende Kraft bei Veranstaltungen.

2019
Georg Reinermann, Emsdetten
Die Auszeichnung gilt seinem jahrzehntelangen, vorbildlichen Einsatz um den Erhalt des Plattdeutschen. Er versteht es, in lyrischer Form der plattdeutschen Sprache eine besondere Form zu geben und zeigt großes Engagement als Autor für das Kreisjahrbuch.

2018
Rita Volkmer, Recke
Für ihren jahrzehntelangen vorbildlichen Einsatz in der Jugendarbeit und ihr herausragendes Engagement in der Brauchtumspflege nicht nur in ihrem Heimatort, sondern auch im gesamten Kreis Steinfurt – und sogar darüber hinaus.

2017
Franz Ahmann sen., Horstmar-Leer
Für sein leidenschaftliches Engagement in der Gemeinde Horstmar und seinem Heimatort Leer und besonders für seinen Einsatz für die Restauration und den Wiederaufbau der beiden Mühlen "Schmeddings Mühle" und "Wennings Mühle".

2016
Heinz Rinsche, Emsdetten (†)
Für seinen unermüdlichen Einsatz in der Heimat- und Brauchtumspflege, besonders für sein über 30 Jahre währendes Engagement im Natur- und Landschaftsschutz im Kreis Steinfurt, unter anderem bei der Renaturierung der Ems und des Hochmoores "Emsdettener Venn".

2015
Willi Untiet, Ladbergen (†)
Für sein Engagement und seine große Hingabe für die Brauchtumspflege in seinem Heimatort Ladbergen, die Pflege der plattdeutschen Sprache als Autor, Lehrer und Juror, Ahnenforschung und das Sammeln von erhaltenswertem Kulturgut.

2014
Albert Tietmeyer, Metelen (†)
Für sein soziales Wirken, sein hohes Engagement für die plattdeutsche Sprache, die vorbildliche Pflege von Heimat und Brauchtum und die umfangreichen Leistungen im Heimatverein Metelen.

2013
Helene Diekel, Altenberge (†)
Für ihr Engagement für die plattdeutsche Sprache und die Pflege von Heimat und Brauchtum. Insbesondere hervorzuheben ist auch ihr soziales Wirken.

2012
Heinrich Grotke, Hörstel (†)
"Für sein langjähriges Engagement in den Vorständen zahlreicher Vereine und als Autor einer Vielzahl von fundierten Publikationen zu heimatkundlichen Themen."

2011
Josef Hüser, Emsdetten
"Für sein langjähriges Engagement in Heimatvereinen und als Kreisheimatpfleger."
Herr Hüser setzte sich dabei für alle Belange der Brauchtumspflege ein und förderte den Zusammenhalt der Heimatvereine aus dem gesamten Kreis Steinfurt.

2010
Pfarrer em. Werner Heukamp, Recke (†)
"Für seine Verdienste um die Erhaltung der plattdeutschen Sprache und für seinen unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz bei der Errichtung und Erhaltung verschiedenster Bildstöcke und Denkmäler."

2009
Kiepenkerlchor Nordwalde
"Für Ihren Einsatz zur Erhaltung der plattdeutschen Sprache, der Brauchtumspflege und der musikalischen Zusammenarbeit als Chor."

2008
Heinrich Westerkamp, Ibbenbüren-Laggenbeck
"Für sein umfangreiches Wirken in der Heimatpflege und sein Engagement jungen Menschen die plattdeutsche Sprache näher zu bringen."

2007
Arbeitskreis Sachsenhof des Heimatvereins Greven
"Für sein besonderes Engagement für das archäologische Freilichtmuseum Sachsenhof."

2006
Hanna Schmedt, Lienen
"Für ihr umfangreiches Engagement in der Brauchtumspflege und heimatkundlichen Forschung."

2005
Julius Pelster, Hörstel-Bevergern
"Für seine besonderen Verdienste um die Erhaltung heimatlicher Geschichte und Kultur."

2004
Josef Wetter, Altenberge (†)
"Für seine besonderen Verdienste in der heimatkundlichen Forschung."

2003
Heinz Stork, Ladbergen (†)
"Für seine umfangreichen Aktivitäten in der Heimatpflege."

2002
Käthe Averwald, Rheine
"Für ihre Verdienste um die Pflege der plattdeutschen Sprache."

2001
Heimatbühne Ibbenbüren
"Für ihre Verdienste als Mundarttheater."

2000
Heinrich Fischer, Neuenkirchen (†)
"Für seine Verdienste in der heimatkundlichen Forschung."

1999
Max Lohmeyer, Borghorst (†)
"Für seine Verdienste um die Pflege der heimatlichen Natur und Umwelt."

1998
Prof. Dr. Anton Janßen, Horstmar
"Für seine Verdienste in der heimatkundlichen Forschung."

1997
Horst Michaelis, Mettingen
"Für seine Verdienste in der Natur- und Landschaftspflege."

1996
Willi Kamp, Emsdetten (†)
"Für seine Verdienste um die Förderung des plattdeutschen Sprache."

1995
Paul Mensing, Metelen (†)
"Kreisheimatpfleger bis 1994."

1994
Paul Nößler, Recke (†)
"Für seine Verdienste um die Förderung ostdeutschen Brauchtums."

1993
Karin Düsing, Hörstel (†)
"Für ihre Verdienste um die Tradition der Weißstickerei."

1992
Niederdeutsche Bühne Rheine
"Für seine Verdienste als Mundarttheater."

1991
Ottilie Baranowski, Bevergern
"Für ihre Verdienste um die Förderung der plattdeutschen Sprache."

1990
Alfons Allkemper, Laer (†)
"Nach zehnjähriger Tätigkeit als Kreisheimatpfleger."

1989
Josef Glasmeyer, Ibbenbüren (†)
"Für seine Verdienste um die Pflege und Förderung des Volkstanzes."

/ Ute Laumann

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