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Klimaschutzbürger 2.0 gewinnt Nachhaltigkeitspreis

Das Projekt "Klimaschutzbürger 2.0" wurde im Bundeswettbewerb „Klimaaktive Kommune 2020“ ausgezeichnet und gewinnt 25.000 Euro Preisgeld; Projektbericht ist zum Download verfügbar.

 

Der Kreis Steinfurt und der energieland2050 e. V. werden im Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ für das Projekt „Klimaschutzbürger2.0 ausgezeichnet. In der Kategorie „Kommunale Klimaaktivitäten zum Mitmachen“ konnte sich das Projekt neben zwei weiteren Gewinnern gegen insgesamt rd. 80 Bewerbern durchsetzen.


Ausgeschrieben wird der Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ vom Bundesumweltministerium und dem Deutschen Institut für Urbanistik. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Mit dem Preisgeld von 25.000 Euro soll das erfolgreiche Projekt "Klimaschutzbürger 2.0" auf die nächste Stufe gehoben werden. Gemeinsam möchten Kreis und Verein auch zukünftig Angebote zum Mitmachen und Ausprobieren für Bürgerinnen und Bürger schaffen. Eine Idee dabei ist, Unternehmen, die nachhaltige Waren und Dienstleistungen anbieten, einzubinden. Die Vernetzung mit ähnlichen Projekten soll intensiviert werden.


© Hearts&Minds/Difu


Energiewende „von unten“

Die Idee von „Klimaschutzbürger 2.0“: Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis Steinfurt erproben, wie Klimaschutz im Alltag gelingt. 18 Haushalte aus zwölf kreisangehörigen Kommunen haben ein Jahr lang an einem Selbstversuch teilgenommen, um mehr Klimaschutz in den eigenen Alltag zu integrieren – und die Erfahrungen mit der Öffentlichkeit zu teilen und möglichst viele Mitmenschen zum Mitmachen zu motivieren.

Das Projekt lief von Januar 2019 bis Februar 2020 und wurde von einem abwechslungsreichen Programm aus insgesamt zwölf Veranstaltungen zu den Themen „Ernährung und Konsum“, „nachhaltige Mobilität“ sowie „Energiesparen und Wohnen“ für die teilnehmenden Haushalte begleitet. Neben Infoveranstaltungen gab es zahlreiche interaktive Events. So stand ein Klimakochkurs mit regionalen und saisonalen Zutaten auf dem Programm, konnten die Teilnehmenden erste Meter auf einem Lastenrad zurücklegen, an einem Spritspar-Fahrtraining teilnehmen oder sich in Energiefragen individuell beraten lassen.

 

Messbare Erfolge

Um den Erfolg der getroffenen Maßnahmen messbar zu machen, wurde als Indikator der ökologische Fußabdruck herangezogen. Mit diesem Flächenmaß (Einheit: globaler Hektar, kurz: gha) kann errechnet werden, wie viel biologisch produktive Fläche ein Mensch beansprucht, um seinen Lebensstil und Lebensstandard dauerhaft zu ermöglichen. Die Bilanz nach der Projektphase zeigte, dass ein breites Spektrum an niedrigschwelligen Maßnahmen schon nach wenigen Monaten zu einer messbaren Ressourceneinsparung von fast zehn Prozent führen kann.

Die größten Einsparungen gab es in den Bereichen Ernährung und Konsum, beispielsweise durch die Vermeidung von Plastikverpackungen und die Mitnahme eigener Mehrweg-Behälter beim Einkaufen, oder durch den Kauf ausschließlich regionaler Produkte und die Einführung Fleisch freier Tage. Auch im Bereich Mobilität und Wohnen wurden diverse Maßnahmen von den Teilnehmenden umgesetzt, wie Fahrradfahren bei kurzen Distanzen oder der Einsatz von stromsparender LED-Beleuchtung.


Der Abschlussbericht zum Projekt „Klimaschutzbürger 2.0“ mit einer ausführlichen Projektevaluation steht hier zum Download zur Verfügung.

/ Christian Böckenholt

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