Tecklenburger Land 2030: Unsere Werte, unsere Vision

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Wettbewerb Zukunftsstadt (Phase 1)

Wie möchten wir in Zukunft leben? Was macht ein „gutes Leben“ aus? Wie können dabei Bedürfnisse jüngerer wie älterer Menschen berücksichtigt werden? Welche regionalen Stärken können die Transformation unterstützen?

Diese und viele weitere Fragen sollten im Rahmen des Projekts „Tecklenburger Land 2030“ beantwortet werden. Die Vision „Tecklenburger Land 2030“ ist das Ergebnis des Projekts „Tecklenburger Land 2030: Resiliente Lebensstile im ländlichen Raum“, das von August 2015 bis Mai 2016 vom Kreis Steinfurt durchgeführt und vom Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) wissenschaftlich begleitet wurde. Das Projekt wurde im Rahmen des „Wettbewerbs Zukunftsstadt“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Der Prozess des demographischen Wandels verändert die Anforderungen an zukunftsfähige Lebensräume im ländlichen Raum von Grund auf. Jedes Bedürfnisfeld ist von diesem Wandel betroffen und muss daher neu gedacht werden: Wohnen, Arbeiten, Grundversorgung, Teilhabe und Mobilität.
Das Projekt hatte das Ziel, gemeinsam mit den Menschen vor Ort eine nachhaltige und positive Vision des Lebens im Jahre 2030+ im „Tecklenburger Land“ zu generieren. Die Einwohner wurden über Workshops mit bestehenden Gruppen (eine Schulkasse des Goethe-Gymnasiums in Ibbenbüren, ein Heimatverein aus Hopsten-Schale und dem LEADER-Vorstand) und eine Online-Umfrage einbezogen.
Die wissenschaftlichen Partner, das Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) gemeinnützige GmbH, das IdE Institut dezentrale Energietechnologien und die Gertec Ingenieurgesellschaft GmbH begleiten als Zukunftsteam das Projekt. Das CSCP hat die Methodik für die Workshops, basierend auf der „Persona“ Methode, entwickelt, führt diese durch und erarbeitet aus den Ergebnissen die Vision 2030+.

Das Tecklenburger Land 2030

Die im Projekt entwickelte Vision beschreibt, wie ein „gutes Leben“ im Tecklenburger Land im Jahr 2030 aussehen könnte. Die Menschen der Region gestalten aktiv ihre Alltagswelten mit; Veränderungsprozesse und bürgerschaftliches Engagement werden gemeinsam verantwortet und umgesetzt. Auf diese Weise wird auch eine aktiv gestaltete Willkommenskultur gefördert. Die BewohnerInnen des Tecklenburger Lands rücken räumlich und sozial stärker zusammen, nutzen vermehrt digitale Kommunikationsmöglichkeiten und regionale Strukturen und sind auf diese Weise in der Lage, Gestaltungsmöglichkeiten ihrer Lebenswelten aktiv wahrzunehmen. Das Tecklenburger Land bietet seinen BürgerInnen eine hohe Lebensqualität und attraktive Freizeit-, Natur- und Kulturräume. Die unmittelbar erreichbaren Naturräume und die Heimatverbundenheit sind für das Wohlbefinden der Anwohner ebenso wichtig wie kurze Wege und ein integriertes Verkehrskonzept. Gemeinsam bilden sie einen wichtigen Standortfaktor für Arbeit und Wirtschaft im Land. Hierbei kann das Tecklenburger Land auch von regionaler Wertschöpfung und Wirtschaftskreisläufen profitieren und ist damit im nationalen und internationalen Wettbewerb gut aufgestellt. Die Energieversorgung der Region ist auf Effizienz und regionale Versorgung ausgerichtet. Der Prozess der Integration von Wirtschafts- und Sozialstrukturen unter Einbeziehung engagierter BürgerInnen zeigt sich auch in innovativen und ressourcenschonenden Formen von Grundversorgung. Um den Bedürfnissen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und dem demografischen Wandel gerecht zu werden, sind öffentliche und private Angebote und Einrichtungen insbesondere in den Bereichen Mobilität, Wohnen, Bildung und Grundversorgung auf diese BürgerInnen abgestimmt. Das Angebot wird von den Städten und Gemeinden im Tecklenburger Land zusammen mit den vielfältigen Akteuren und dem Kreis organisiert und koordiniert und durch Ehrenamt und Freiwilligenarbeit komplementiert.

Foto: Übergabe des Projektberichtes an den Landrat und die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Tecklenburger Landes.

Wettbewerb Zukunftsstadt (2. Phase)

Diese Ergebnisse und Perspektiven bilden die Grundlage dafür, dass sich der Kreis Steinfurt mit den Projektergebnissen aktuell für eine zweite Förderphase des BMBF im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsstadt bewirbt. Dabei soll ein Planungs- und Umsetzungskonzept für die Vision Tecklenburger Land 2030 entwickelt werden. In einer dritten Förderphase stehen für die Umsetzung der Vision in „Reallaboren“ für die Region möglicherweise  weitere Fördermittel zur Verfügung.