Massenanfall von Verletzten bzw. Erkrankten im Kreis Steinfurt

Das Schutzniveau der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr in der Bundesrepublik Deutschland ist im internationalen Vergleich sehr hoch. Gleichwohl stehen die Gefahrenabwehrbehörden vor der permanenten Herausforderung, materielle Ausstattung, Einsatzpläne und Konzepte an sich ständig verändernde Rahmenbedingungen anzupassen und dadurch zu optimieren.

Bereits im Jahre 2001 entwickelte der Kreis Steinfurt ein Konzept zur Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten (ManV-Konzept), das der Landrat des Kreises Steinfurt im Rahmen der Ernennung der Leitenden Notärzte und der Organisatorischen Leiter Rettungsdienst am 22.11.2003 für verbindlich erklärt hat.

Seitdem haben richtungsweisende Neuerungen die Fortschreibung und Aktualisierung dieses Konzeptes erforderlich gemacht. So hat der Kreis Steinfurt unter anderem durch die Beschaffung von zwei Gerätewagen-Rettungsdienst in einem erheblichen Umfang in die Ausstattung und Ausrüstung investiert. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützte die Gebietskörperschaften in 2006 zudem mit der landesweiten Beschaffung von je einem Abrollbehälter "ManV" und je zwei Gerätewagen- Sanitätsdienst. So sieht sich der Kreis Steinfurt materiell hervorragend ausgestattet und vorbereitet. Ferner hat das Land NRW seit 2006 den überörtlichen ManV durch medizinisch-taktische Komponenten wie die "Ü-ManV-S", dem Patienten-Transportzug für 10 Patieneten  (PTZ 10 NRW), die Behandlungsplatz-Bereitschaft für bis zu 50 Personen (BHP-B 50 NRW), sowie die Betreuungsplatz-Bereitschaft für bis zu 500 Personen (BTP-B 500 NRW) beschrieben. Diese standardisierten Leistungen sind in das neu überarbeitete ManV-Konzept eingeflossen. Der Kreis Steinfurt ist in der Lage, alle vier Komponenten parallel zu bedienen.

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