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Hornissen

  

 

Hornisse   Hornissennest

Fotos: L. Klasing


Die Hornisse (Vespa crabro) ist mit Abstand unsere größte heimische Wespenart. Mit bis zu 3,5 cm Körperlänge sind die Königinnen wahre Brummer! Auch die Arbeiterinnen sind deutlich größer als die „normalen Wespen“ am Kuchenbuffet. Gut erkennbar sind die Tiere auch an ihrem rötlich-braun-schwarzen Brustsegment. Ihre mit etwa 700 Arbeiterinnen individuenstarken Nester baut die Hornisse am liebsten in größere Hohlräume, wie beispielsweise Baumhöhlen, Rollladenkästen oder in Vogelhäuschen. Selten kann ein Nest auch einmal frei hängen, z. B. auf Dachböden.

Hornissen sind fleißige Jäger: Ein ausgewachsenes Volk benötigt für die Aufzucht der Larven etwa ein halbes Kilogramm Insekten – pro Tag! Nicht selten stehen hier auch die eher unbeliebten Wespen auf der Speisekarte. Die Arbeiterinnen selbst ernähren sich vorwiegend von Pflanzensäften oder auch Honigtau von Blattläusen. An Kuchen oder anderen Süßspeisen haben die Tiere kein Interesse.

Das Nest ist nur von April bis maximal November bewohnt. Am Ende der Saison stirbt das gesamte Volk ab. Nur die Jungköniginnen überwintern abseits des alten Nestes in morschem Holz oder im Erdreich. Das alte Nest wird im nächsten Jahr nicht wiederbesiedelt.

Der Stich einer Hornisse ist übrigens nicht gefährlicher als der einer Honigbiene. Studien haben ergeben, dass die Stiche von allen Insassen zweier Hornissennester nicht ausreichen würden, um einen Menschen zu töten. Daher kann die Weisheit: „Ein Stich tötet einen Menschen und sieben Stiche ein Pferd“ getrost als Ammenmärchen gewertet werden. 

Weitere Informationen zu Hornissen gibt es hier:

http://www.hornissenschutz.de/ 

Broschüre NUA-Naturtipp „Mit Hornissen leben?“  

Was kann ich tun, wenn ich ein Hornissennest habe?

Hornissen stehen unter besonderem Artenschutz (§) und ihre Nester dürfen daher nicht zerstört oder die Tiere verfolgt oder getötet werden. Hornissen sind sehr friedfertige Tiere, die nur in für sie bedrohlichen Situationen angreifen. Da sie Süßigkeiten wie Kuchen und Säfte nicht fressen, stören sie den Menschen kaum. Ein friedliches Zusammenleben zwischen Menschen und Hornissen ist daher im Regelfall problemlos möglich, wenn einige Verhaltensregeln beachtet werden:

Halten Sie einen Abstand von mindestens 3 Metern zum Nest ein und laufen Sie nicht durch die direkte Einflugschneise. Bewahren Sie Ruhe und vermeiden Sie hektische Bewegungen. Da Licht Hornissen anzieht, sollte man in der Nähe des Nests abends und nachts Fenster und Türen bei Licht geschlossen halten. Um zu verhindern, dass Tiere ins Haus gelangen, können Fenster auch mit handelsüblichen Fliegengittern versehen werden. Sollte sich doch mal ein Tier ins Haus verirren, können Sie innen die Lichter löschen und die Fenster öffnen. Sollten Ausscheidungen der Tiere aus dem Nest tropfen, kann eine Kiste mit Katzenstreu unter dem Nest Abhilfe schaffen.

Aus wichtigen Gründen können Sie eine Befreiung zur Umsiedlung oder Entfernung eines Nests bei der unteren Naturschutzbehörde beantragen. Diese werden nur in absoluten Ausnahmefällen erteilt, da im Regelfall bei Beachtung der oben genannten Verhaltensregeln ein friedliches Zusammenleben der Tiere mit dem Menschen gelingt. In den Wintermonaten, nach Absterben des Staates, kann das Nest übrigens problemlos und ohne Befreiung entfernt werden.

 

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