Zerlegungsvermessung und Teilungsvermessung

Sie möchten nur einen Teil eines Grundstücks (Flurstücks) kaufen oder verkaufen? Die Zerlegung ist der katastertechnische Vorgang zur Bildung neuer Flurstücksgrenzen und damit zur Schaffung neuer Flurstücke. Die Teilung des Grundstücks und die Überschreibung des Grundstücksteiles können daraufhin im Grundbuch erfolgen. Ziel einer Zerlegungsvermessung ist immer eine Teilung im Grundbuch zu ermöglichen.

Der Verlauf der neuen Grenzen richtet sich nach den Wünschen der Eigentümer/innen/ Erwerber/innen unter Berücksichtigung planungs- und bauordnungsrechtlicher Belange. Im Zuge der Vermessung werden die Grenzen des bisherigen Flurstücks nach den Unterlagen des Liegenschaftskatasters überprüft, fehlende oder beschädigte Grenzzeichen erneuert und die neuen Grenzen dauerhaft (z.B. durch Grenzsteine) abgemarkt. In einem Grenztermin werden alle von der Vermessung betroffenen Grundstückseigentümer/innen über das Ergebnis der Grenzuntersuchung, Abmarkung und die neuen Grenzen informiert. Das Ergebnis wird in einer Grenzniederschrift als öffentliche Urkunde festgehalten. Die Lage der Grenze ist damit unveränderlich und für die Grundstückseigentümer/innen und ihre Nachfolger rechtlich verbindlich.

Im Vermessungs- und Katasteramt werden die Vermessungsergebnisse ins Liegenschaftskataster übernommen und die neu gebildeten Flurstücke mit fortlaufenden Flurstücksnummern versehen. Über die Fortführung des Liegenschaftskatasters werden die Eigentümer/innen des zu teilenden Flurstücks, das Finanzamt und das Grundbuchamt informiert.

Das Vermessungs- und Katasteramt bietet Ihnen eine umfassende Beratung über Umfang und Kosten der Zerlegungsvermessung an. Die Höhe der Gebühren richtet sich nach dem durchschnittlichen Bodenrichtwert des zu teilenden Flurstücks, der Länge der zu untersuchenden Grenzlängen und der Flächengröße der neu entstehenden Flurstücke.