Vorstand beschließt drei neue Projekte für die Region

 

Viel Bewegung in der LEADER-Region Steinfurter Land


Neue Gesichter und viele neue Projektideen standen in der Vorstandssitzung der LEADER-Region Steinfurter Land auf der Tagesordnung. Da dreht sich was in der ländlichen Entwicklung im Kreis Steinfurt!

Die Vorstandssitzung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Steinfurter Land am 26.06. begann mit Personalien. Silke Wesselmann stellte sich als neue stellvertretende Geschäftsführerin der LAG Steinfurter Land vor. Mathis Entrup als neuer Regionalmanager komplettiert die LEADER-Geschäftsstelle im Steinfurter Land. „Wir sind froh, dass mit Carsten Rech und Mathis Entrup das Regionalmanagement im Steinfurter Land nun wieder komplett ist“, freut sich Schöpper, Geschäftsführer der LEADER-Region. 

Dass es im Regionalmanagement weiterhin viel zu tun gibt, zeigt nicht zuletzt der weitere Verlauf der Vorstandssitzung. Drei Projektideen wurden vorgestellt und – so viel vorweg – von dem Vorstand beschlossen. Zudem wurde ein Kooperationsprojekt zwischen dem Steinfurter Land und dem Tecklenburger Land dem Vorstand vorgestellt und wird nun durch die Regionalmanagements näher ausgearbeitet.

Steinfurter Marktland:

Wie steht´s mit denn eigentlich um die Märkte im Steinfurter Land? Was läuft gut, was geht besser? Welche Neuerung braucht es, was sind bestehende Erfolgsfaktoren? Das Steinfurter Land bekommt ein eigenständiges integriertes Marktkonzept – und zwar für jede der 13 teilnehmenden Kommunen. Hierzu soll in einer umfassenden Studie an allen aktuellen und potentiellen Marktstandorten eine Stärken- und Schwächenanalyse mit umfassenden Befragungen von Kunden, Marktbeschickern und Marktorganisatoren umgesetzt werden. Hieraus wird eine Potential-Analyse entwickelt sowie ein regionales Marktbeschickerkataster zur Vernetzung von Händlern und Organisatoren erstellt. Ziel ist es, ein regions- und ortsspezifisches Marketingkonzept mit konkreten Handlungsempfehlungen und ersten Maßnahmen zu erstellen, die dann auch direkt umgesetzt werden.

Dreiräder am Autismushof Ochtrup:

Der Förderverein des Autismushofes Ochtrup bringt das kreisweit erste Angebot zur Verleihung von elektrischen Therapietandems auf den (Rad-)Weg. Hierzu werden zunächst zwei behindertengerechte Tandems mit elektrischem Unterstützungsantrieb angeschafft und in der Remise des Autismushofes stationiert. Die Tandemräder erweitern den therapeutischen Ansatz des Autismushofes und bringen den Bewohnenden nicht zuletzt ein großes Stück an Eigenständigkeit und Freude. Dabei ist eine Verbreiterung der Eingangstür zur Remise notwendig, sodass die Räder sicher abgestellt werden können. Der Förderverein hat weiterhin ein Verleihkonzept entwickelt, sodass die Räder von Behinderteneinrichtungen in der Region entliehen werden können. Die Radregion Steinfurter Land ist somit um ein inklusives Angebot reicher. Es gibt ja schließlich einige Strecken in der Region abzuradeln und das geht dann bald dann auch als inklusiv-gemischtes Tandem.

Ein Dach über dem Kopf für Mensch und Tier:

Der Heimatverein Nordwalde kümmert sich – wie der Name schon verrät – um Heimatförderung. Dass es sich in Nordwalde dabei auch um die Förderung von Heimat für seltene Vögel und Fledermäuse handeln kann, ist vielleicht doch nicht ganz so selbstredend. Doch der Heimatverein Nordwalde weiß: Heimat braucht intakte Natur! Daher werden in einem ehemaligen Trafoturm in Nordwalde Nistkästen für verschiedene Vogelarten und Fledermäuse angebracht. Damit man diese auch bei unbeständigen Wetter genießen kann und die Radler auf den zahlreichen Radwanderwegen auch mal verschnaufen können, wird in unmittelbarerer Nähe eine Wetterschutzhütte errichtet. Hinweistafeln, Infomaterialien sowie eine bereits vorhandene Ladesäule für Pedelecs und E-Bikes werten das Angebot weiter auf.

energieland 2050 Forschermobil (Vorstellung Projektidee):

Kinder sind unentwegt Entdecker und Forscher – nur leider fehlt viel zu häufig das Labor, um diesen Forscherdrang ausleben zu können. Um das Interesse der Kinder an Naturwissenschaften, Mathematik, Technik und Nachhaltiger Entwicklung zu stärken, soll daher für beide LEADER-Regionen ein mobiles Angebot entwickelt werden – das sogenannte „energieland2050 Forschermobil“. Das Forschermobil soll dazu genutzt werden, vor Ort im direkten Lebensumfeld der Kinder die Begebenheiten an den Kindertagesstätten und Schulen zu erforschen (z.B. Schulgarten, Wald/ Teich in der Nähe). Hierzu soll ein speziell eingerichtetes und umgebautes Fahrzeug mit Experimentierequipment zu unterschiedlichen Themenbereichen ausgestattet werden. Im Sinne des Klimaschutzes soll das Mobil als Elektrotransporter umgesetzt werden. Die Vorstände der beiden LEADER-Regionen begrüßten die Projektidee, die nun konzeptionell durch die beiden Regionalmanagements vertieft ausgearbeitet wird.