2026

Erfolgreicher Abschluss von „Kita digital aktiv“ | Neue Workshop-Reihe startet im September
Kreis Steinfurt. Ob beim Essen oder beim Haarekämmen – schon Klein- und Vorschulkinder fordern digitale Medien gerne ein. Eine gesunde Balance zu finden, fällt im Erziehungsalltag schonmal schwer. Wie wichtig ein bewusster und pädagogisch wertvoller Umgang mit Smartphones, Tablets und Co schon im frühen Kindesalter ist, zeigt sich in den Kindertagesstätten immer deutlicher. Um die pädagogischen Fachkräfte optimal zu rüsten, hat das Medienzentrum des Kreises Steinfurt die sechsteilige Workshop-Reihe „Kita digital aktiv“ in seinem EduLAB durchgeführt, an der Fachkräfte aus dem gesamten Kreisgebiet teilgenommen haben.
Hintergrund dieses Angebots sind Beobachtungen aus der Praxis. Erzieherinnen und Erzieher stellen fest, dass Kinder zunehmend Schwierigkeiten beim Spracherwerb haben, eine stärkere Unruhe zeigen oder im sozialen Miteinander unsicherer wirken. Hier setzt die Qualifizierung des Medienzentrums an: Gemeinsam mit den Eltern können pädagogische Fachkräfte hier gegensteuern und Kinder dabei unterstützen, digitale Medien altersgerecht, kreativ und bewusst kennenzulernen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten, digitale Medien als nützliche Werkzeuge in den Kita-Alltag zu integrieren und gleichzeitig für einen kindgerechten Medienkonsum zu sensibilisieren. „Es muss gar nicht immer ein Tablet sein“, erklärt Britta Marashi, Medienpädagogin im Medienzentrum Kreis Steinfurt. „Im Bereich Sprachförderung arbeiten die Kinder auch sehr sinnvoll mit dem Tellimero-Stift. Mit ihm können sie Plakate besprechen, eigene Geschichten vertonen oder ihre Bilder erklären.“
Wie kreativ der Einsatz in der Praxis aussehen kann, zeigten die unterschiedlichen Projekte der Fachkräfte. Sie erstellten beispielsweise aus Fotos von gemeinsamen Ausflügen ein digitales Buch, in das Kinder im Nachgang selbst ihre Erinnerungen einsprechen konnten. Das Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer fiel positiv aus. Eine Erzieherin kam zu folgendem Fazit: „Wir haben uns einen guten Überblick verschafft und möchten nun auch konkrete Projekte mit den älteren Kindern umsetzen.“ Bezüglich einer Grundausstattung an digitalen Geräten bietet das Medienzentrum Kreis Steinfurt Unterstützung an. Das Team hilft interessierten Kita-Trägern sinnvolle Ausstattungspakete zusammenzustellen und berät bei Fragen zum IT-Support im medienpädagogischen Bereich.
Die nächste medienpädagogische Qualifizierung „Kita digital aktiv“ für Fachkräfte in Kindertagesstätten startet im September 2026. Anmeldungen nimmt das Medienzentrum per E-Mail an medienzentrum@kreis-steinfurt.de entgegen.
2025

Medienelternabend mal ganz anders
Kreis Steinfurt/Lengerich. Dass Kitakinder auf sie zugeschnittene Medienangebote nutzen sollten und vor allem auch nicht zu lange, ist wohl den meisten Eltern klar. Die Anziehungskraft von Handy, Tablet und Fernsehen ist allerdings auch schon bei den Kleinen groß. Ein Elternabend des Familienzentrums St. Margareta in Lengerich zeigte jetzt Eltern konkret Möglichkeiten einer sinnvollen Beschäftigung mit Medien auf. Mitarbeitende des Familienzentrums hatten im Vorfeld eine dementsprechende einjährige Qualifizierungsmaßnahme absolviert, die vom Medienzentrum des Kreises Steinfurt angeboten wurde.
Die Erzieherinnen Nicole Hillmer und Martina Brick hatten verschiedene Stationen aufgebaut, an denen Eltern selbst aktiv werden mussten. Sie lernten beispielsweise die App Audio Adventure kennen, mit der kleine Hörspiele kindgerecht erstellt werden können. Auch eine vorbereitete Fotorallye begeisterte die Eltern. So erhielten die Eltern viele praktische Anregungen für ihren Familienalltag.
Kennengelernt hatten die beiden Erzieherinnen die Apps und Ideen in der Qualifizierung „Kita digital aktiv“, die das Medienzentrum des Kreises Steinfurt in diesem Jahr bereits zum dritten Mal anbietet.
Britta Marashi, Medienpädagogin im Medienzentrum des Kreises Steinfurt, hält nichts davon, die Medien grundsätzlich zu verteufeln: „Es geht um eine gute Balance im Alltag, bei der Mediennutzung genauso eine Rolle spielt wie andere Aktivitäten und Beschäftigungen.“
Nicole Hillmer gestand ein, dass sie immer kritisch gegenüber Medien gewesen sei. „Aber ich habe in den verschiedenen Workshops der Qualifizierung gesehen, dass es viele sinnvolle Möglichkeiten gibt, Medien auch in der Kita einzusetzen“, räumte die Erzieherin nach dem Lehrgang ein.
Auch die anderen qualifizierten Kitas waren sich darüber einig, dass Medienbildung in der Kita ihren Stellenwert bekommen sollte, um Medien als Werkzeuge und kreatives Potenzial nutzen zu können. Sonja Bruns, Leiterin des Amtes für Schule, Sport und Integration beim Kreis Steinfurt, freute sich über das positive Feedback zum Abschluss der Qualifizierung und bestätigte: „Medien sind in der Lebenswelt der Kindergartenkinder angekommen, nun geht es darum, ihnen einen kompetenten Umgang damit zu vermitteln.“
Infoveranstaltung des jobcenters Kreis Steinfurt begeistert mit VR-Erlebnis
Umfassende Einblicke in verschiedene Berufsfelder für Schülerinnen, Schüler und Eltern

Kreis Steinfurt/Steinfurt. Auf großen Zuspruch stieß in der vergangenen Woche die Infoveranstaltung „Finde deinen Weg zum Wunschberuf“ des jobcenters Kreis Steinfurt. Über 30 Jugendliche sowie rund 20 Eltern nutzten die Gelegenheit, um sich in den Räumlichkeiten des Jobcenters im Steinfurter Kreishaus unter anderem mittels Virtual Reality (VR) über Ausbildungswege und Berufschancen zu informieren.
„Erstmals haben wir VR-Brillen eingesetzt – und die positive Resonanz spricht für sich“, berichtet Tanja Samberg, Vermittlungsfachkraft für den Bereich Erstausbildung im Jobcenter. Die Teilnehmenden konnten mithilfe der virtuellen Realität in verschiedene Berufsfelder eintauchen. Insgesamt vier Themenbereiche standen zur Auswahl, dargestellt in mehr als 20 Videos. Von der Bäckerausbildung über die Arbeit einer Erziehungsfachkraft bis hin zu Tätigkeiten der Feuerwehr und des Rettungssanitätsdienstes – dank VR-Technik mit Handcontrollern sowie Head- und Eye-Tracking wurden die Berufsbilder realitätsnah und dreidimensional erlebbar.
Unterstützt wurde das Team Erstausbildung vom Medienzentrum Kreis Steinfurt und der Handwerkskammer Steinfurt-Warendorf. Die medienpädagogischen Fachkräfte Britta Marashi und Johannes Bienhüls spielten die Inhalte auf die VR-Brillen und schulten anschließend die Vermittlungsfachkräfte, sodass das Konzept am Veranstaltungstag erfolgreich umgesetzt werden konnte. Auch Jens Bökenfeld, Willkommenslotse der Kreishandwerkerschaft Steinfurt Warendorf, war vor Ort. Er stand Interessierten beratend zur Seite und gab wertvolle Einblicke rund um Ausbildungsmöglichkeiten und berufliche Perspektiven im Handwerk.
Nach eineinhalb intensiven Stunden – mit vielen neuen Eindrücken, roten VR-Abdrücken auf Wangen und Stirn sowie reichlich Infomaterial – verließen die Teilnehmenden gut informiert das Jobcenter. „Wir werden künftig definitiv weitere Infoveranstaltungen mit VR-Technik anbieten. So erreichen wir unsere Zielgruppe deutlich besser“, resümiert Tanja Samberg. Statt sich nur passiv informieren zu lassen, seien alle aktiv eingebunden gewesen.
Mehr als 30 Fachkräfte nehmen am Fachtag Schulsozialarbeit im Kreis Steinfurt teil
Intensiver und fachlicher Dialog mit nachhaltigen Ergebnissen

Mehr als 30 Fachkräfte nahmen am Fachtag Schulsozialarbeit im Steinfurter Kreishaus teil.
Kreis Steinfurt. Insgesamt 32 Fachkräfte, die in den vergangenen zwei Jahren ihre Tätigkeit in der Schulsozialarbeit an Schulen im Kreis Steinfurt aufgenommen haben, nahmen kürzlich am Fachtag Schulsozialarbeit teil. Vertreten waren im Steinfurter Kreishaus alle Schulformen – von der Grundschule bis zum Berufskolleg.
Geplant und moderiert wurde der Fachtag von Yannic Gottwald, der die Koordination Schulsozialarbeit im Bildungsbüro des Kreises Steinfurt ausübt. Begrüßt wurden die Teilnehmenden von Gerhard Clancett (Schulaufsicht Hauptschulen) und Mirjam Willige (Regionales Bildungsnetzwerk Kreis Steinfurt).
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zentrale Themen der Schulsozialarbeit: die Rolle der Fachkräfte im schulischen Kontext, die Ressourcen der Schulsozialarbeit, ihre Handlungsfelder und Leitlinien, Fragen zu Datenschutz und Schweigepflicht sowie die Vernetzung mit weiteren Akteuren im Sozialraum und im Bildungs- und Jugendhilfesystem. Mit Svenja Stermann von der Netzwerkkoordination Kinderschutz im Kreisjugendamt, der stellvertretenden Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, Aylin Massah Maralani, Medienpädagoge Johannes Bienhüls vom Medienzentrum Kreis Steinfurt und Schulpsychologin Karen Vestring von der Schulpsychologischen Beratungsstelle stellten sich verschiedene Kooperationspartnerinnen und -partner den Teilnehmenden vor.
Alle beteiligten Einrichtungen hoben die hohe Bedeutung der Schulsozialarbeit im System Schule hervor und zeigten konkrete Wege der Kooperation auf. Die Veranstaltung war geprägt von einem lebhaften Austausch: Die Teilnehmenden brachten viele Fragen, eigene Erfahrungen und Impulse ein. „So entstand ein intensiver fachlicher Dialog, der nicht nur Wissen vermittelte, sondern auch die Vernetzung der Schulsozialarbeit im Kreis Steinfurt nachhaltig stärkte“, betonte Yannic Gottwald. „Von Seiten der Fachkräfte wurde zudem der Wunsch nach weiterführenden und vertiefenden Austauschformaten deutlich“, ergänzte der Moderator des Fachtags Schulsozialarbeit abschließend.
Hintergrundinformationen:
Die Aufgaben der Koordination Schulsozialarbeit umfassen beispielsweise die trägerübergreifende Fachberatung für Schulsozialarbeitende, schulische Mitarbeitende wie Schulleitungen und Beratungslehrkräfte sowie bei Bedarf auch für außerschulische Partner aus der Kinder- und Jugendhilfe. Darüber hinaus beschäftigt sich die Koordination Schulsozialarbeit mit der Planung und Initiierung von Austauschformaten für Schulsozialarbeitende einzelner Schulformen sowie für Koordinierende der Schulsozialarbeit, mit der Entwicklung und Umsetzung trägerübergreifender Qualifizierungsmaßnahmen sowie mit der Netzwerkarbeit im Themenfeld Schulsozialarbeit.
„Digital Making Places“: Neues Angebot im Medienzentrum des Kreises
Innovative Technik und neue Impulse für die Schul- und Unterrichtsentwicklung

Zur Ausstattung des Digital Making Places gehört unter anderem ein Schneideplotter.
Kreis Steinfurt. Ob Podcast-Produktionen im Geschichtsunterricht, Kunstwerke aus dem 3D-Drucker oder professionell erstellte Erklärfilme – „Digital Making Places“, das landesweite Pilotprojekt des NRW-Schulministeriums, ermöglicht unterschiedliche Lernszenarien. Auch das Medienzentrum Kreis Steinfurt nimmt daran teil und freut sich über neues Equipment. Lehrkräfte und andere pädagogische Fachkräfte im Kreis Steinfurt, können ab sofort innovative Technik ausprobieren, Impulse für neue Unterrichtssettings erhalten und eigene Ideen dazu testen.
Digital Making Places sind digitale Manufakturen an schulischen und außerschulischen Lernorten, die den selbstverständlichen Einsatz digitaler Werkzeuge fördern, zur kreativen Problemlösung motivieren und viele Anlässe bieten, kollaborative und kooperative Arbeitsformen praktisch auszuprobieren und anzuwenden. „Die hiesige Bildungslandschaft profitiert damit von wertvollen Impulsen für die Schul- und Unterrichtsentwicklung“, erklärt Tilman Fuchs, Dezernent für Schule, Kultur, Sport, Jugend und Soziales beim Kreis Steinfurt.
Der „Making-Gedanke“ ist bewusst fächerübergreifend angelegt, so Fuchs weiter: „Er ermöglicht es, Inhalte aus unterschiedlichen Fachbereichen zu verbinden und so eine ganzheitliche Lernumgebung zu schaffen.“ Die „Digital Making Places“ bieten vielfältige Möglichkeiten zum kreativen „Making“: Mit dem „Visual Place“ können hochwertige Videoprojekte mit professionellem Equipment wie Kameras, Beleuchtung, Greenscreens und 360°-Technologie erstellt werden. Am „Audio Place“ können Podcast und Musik mit MIDI-Keyboards, hochwertigen Mikrofonen und aktueller Software produziert werden. Kreative Gestaltung mit 3D-Druckern, Lasercuttern und programmierbaren Stickmaschinen ermöglicht der Haptic / Tinker Place. Am Coding / Flex Place können digitale Projekte mit programmierbaren Robotern, Mikrocontrollern und leistungsstarken Computern entwickelt werden.
Das im Rahmen des „DigitalPakt Schule“ geförderte Projekt ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Schulministerium NRW, der Medienberatung NRW, den Landesmedienzentren sowie den beteiligten Kommunen. „Nur durch diese Kooperation konnten wir moderne Lernumgebungen schaffen und gleichzeitig die kommunale Bildungsinfrastruktur stärken“, betont Tilman Fuchs.
Das Medienzentrum des Kreises Steinfurt begleitet bereits Schulen und andere pädagogische Einrichtungen mit seiner langjährigen Expertise und kreativen Ideen. Mit praxisorientierten Workshops, individueller Beratung und technischem Support sorgt das Team vor Ort nun dafür, dass das Projekt „Digital Making Place“ auch im Kreis Steinfurt zum Ausbau der Medienkompetenzen und somit zu einer modernen Weiterentwicklung des Schulunterrichts beiträgt. Zusätzlich bietet das Medienzentrum digitale Infosnacks zu Themen rund um das Digital Making Places- und VR-Projekt an. In rund 45-minütigen Online-Sessions erhalten Interessierte einen kompakten Überblick über die Funktionsweise sowie mögliche Einsatzszenarien der Technologien. Die aktuellen Termine sind auf der Website des Medienzentrums unter www.kreis-steinfurt.de/medienzentrum im Bereich „Unsere Angebote“ zu finden.
Abschluss der Qualifizierung 2024
Erzieherinnen absolvieren Fortbildung „Kita digital aktiv“
KREIS STEINFURT. In nahezu jedem Haushalt sind Kinder von verschiedensten Medien umgeben. Zugang zu einem Tablet haben laut einer aktuellen Studie bereits rund 30 % der Vier- bis Fünfjährigen. Da auch Eltern in ihrer Freizeit gerne Medien konsumieren, kann sich der familiäre Medienkonsum mitunter deutlich erhöhen. „Gerade Familien mit kleinen Kindern sollten den Medienkonsum aber sehr in Grenzen halten“, sieht Medienpädagogin Britta Marashi Handlungsbedarf. Das Medienzentrum des Kreises Steinfurt hat dazu jetzt zum zweiten Mal in diesem Jahr die Qualifizierung „Kita digital aktiv“ angeboten. In sechs vierstündigen Workshops mit Selbstlernphasen und eigenen Projekten zu verschiedenen Themen lernten die Erzieherinnen verschiedenste Tools, Apps und Geräte kennen und tauschten sich auch kritisch über Angebote für Kinder aus. „Wir möchten Kindern und Eltern mit Rat und Tat zur Seite stehen, dafür ist die Fortbildung sehr wichtig“, lautete das Fazit einer langjährigen Erzieherin. Gerade im Bereich digitale Medien gebe es anregende Angebote für Vorschulkinder, die analoge Spielerfahrungen digital unterstützen. So können bei einer Waldralley Insekten mit einem aufsteckbaren Tabletmikroskop angesehen und fotografiert werden. Die Naturbeobachtungen werden in einem digitalen Buch dokumentiert und von den Kindern per Sprachaufnahme kommentiert.
Pressemitteilung vom 23.06.2023:
„Kita digital aktiv“: Pilotprojekt zur Medienerziehung endet mit positivem Fazit. Weitere Qualifizierungen im kommenden Kita-Jahr
In den Workshops haben die Erzieherinnen und Erzieher unter anderem das breite Angebot an einfach zu bedienenden Tools und Apps kennengelernt. Sonja Bruns, Amtsleiterin für Schule, Sport und Integration (2. v. l.), und Britta Marashi, Medienpädagogin im Medienzentrum (5. v. l.), freuen sich, dass auch im kommenden Kita-Jahr Kitas an den Qualifizierungen teilnehmen können.
Kreis Steinfurt. Wer Kinder in ihrer Lebenswelt begleiten möchte, kommt um digitale Medien nicht herum. Nicht nur Eltern, sondern auch Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen sollten eine Haltung zum Umgang mit Smartphone, Tablet, Apps etc. und sich daraus ergebene Wirkungen entwickeln. Das Medienzentrum des Kreises Steinfurt unterstützt dabei und zieht nach dem Pilotprojekt „Kita digital aktiv“ eine positive Bilanz.
„Ich freue mich, dass wir zeigen konnten, dass digitale Medien nicht nur Konsum bedeuten, sondern im Alltag auch sinnvoll und kreativ eingesetzt werden können, beispielsweise wenn es um Sprachförderung geht. Gerade Vorschulkinder können auf diesem Weg vielfältige Erfahrungen machen und die Welt erkunden“, sagt Medienpädagogin Britta Marashi, die seit gut einem Jahr im Medienzentrum arbeitet. Das Pilotprojekt mit zwölf Erzieherinnen und Erziehern aus sechs Kitas war im November letzten Jahres gestartet. Auch die Teilnehmenden kamen nach den sechs Workshops zum Fazit, dass Mediennutzung in einem pädagogischen Setting sehr positive Erfahrungen ermöglicht. Motiviert äußerte sich anschließend ein Teilnehmer: „Wir sind in der Lage, Eltern zu unterstützen und Kindern eine elementare Grundlage für den kompetenten Umgang mit Medien zu vermitteln. Das fängt schon dabei an, dass die Kinder fragen, ob sie ein Kind fotografieren dürfen. Wir bleiben dran und wollen das Thema weiter ausbauen.“ Das breite Angebot an einfach zu bedienenden Tools und Apps war für viele überraschend und führte dazu, dass in den Kitas viele tolle Projekte umgesetzt wurden. Eltern und Kinder waren unter anderem eingeladen, einen Parcours in den Dörenther Klippen zu gehen, Fotos zu machen und Aufgaben zu erledigen, die das Kita-Team vorbereitet hatte.
„Oft sind Kitas ratlos und versuchen, digitale Medien aus ihrem Alltag herauszuhalten,“ so Marashis Erfahrungen. Auch ist der Glaube verbreitet, dass den Kindern nichts mehr gezeigt werden kann, sagt Sozialdezernent Tilman Fuchs: „Wir Erwachsenen sind oft überrascht, wie selbstverständlich schon die Kleinen mit digitalen Medien umgehen. Mit Medien umzugehen bedeutet aber nicht nur die Geräte zu bedienen. Deshalb ist es wichtig, Medienerziehung in die pädagogische Arbeit zu integrieren.“ Sonja Bruns, Amtsleiterin für Schule, Sport und Integration fügt hinzu, dass die Qualifizierungen für Fachkräfte auch im kommenden Kita-Jahr angeboten werden: „Die Tageseinrichtungen haben als erste Bildungsinstitution für Kinder in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Deshalb begleiten bzw. bestärken wir Kita-Leitungen und Erzieherinnen und Erzieher diesen Weg der frühkindlichen Medienerziehung zu gehen.“




