Schlachttier- und Fleischuntersuchung

/ Schlachttier- und Fleischuntersuchung

Leistungsbeschreibung

Schlachttiere unterliegen vor und nach der Schlachtung der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung. Daher ist die gewerbliche Schlachtung von Huftieren, Geflügel- und Hasentieren sowie Farmwild (z. B. Gehegewild) mindestens eine Tag vorher bei dem örtlich zuständigen amtlichen Tierarzt oder amtlichen Fachassistenten anzumelden. Tiere, die Träger von Trichinen sein können, wie Schweine, Pferde, aber auch Wildtiere wie Wildschweine oder Dachse müssen auf das „frei sein" von Trichinen untersucht werden.

Gewerbliche Schlachtungen dürfen nur in von der Behörde zugelassenen Schlachtbetrieben durchgeführt werden.
Werden als Haustiere oder Farmwild (z. B. Gehegewild) gehaltene Huftiere außerhalb eines zugelassenen Schlachtbetriebes als Hausschlachtung für den eigenen häuslichen Verbrauch geschlachtet, ist die amtliche Schlachttieruntersuchung nur bei einer Störung des Allgemeinbefindens des Tieres erforderlich. Die Anmeldung zur Fleisch- bzw. Trichinenuntersuchung muss immer erfolgen.

Zuständig für Ansprechpartner Zu erreichen unter:
Altenberge, Horstmar, Laer,
Metelen, Neuenkirchen, Nordwalde,
Ochtrup, Steinfurt, Wettringen
Josef Waltermann
amtlicher Tierarzt
 0170 9657308
Emsdetten, Saerbeck Thomas Strotmann
amtlicher Fachassistent
 05975 8412
Greven Dr. Marianne Berger-Förster
amtliche Tierärztin
 02573 1680
Hörstel, Rheine Martin Overesch
amtlicher Fachassistent
 05975 93460
Hopsten Dr. Werner Üffing
amtlicher Tierarzt
 05458 7787
Ibbenbüren, Lotte, Mettingen,
Recke, Westerkappeln
Dr. Achim Johannes
amtlicher Tierarzt
 05453 1250
Ladbergen, Lengerich,
Lienen, Tecklenburg
Ralf Hendrik König
amtlicher Fachassistent
 05485 2148

Standarderklärung zur Lebensmittelsicherheit
Mit der Anmeldung zur Schlachtung in einem zugelassenen Schlachtbetrieb, spätestens bei Anlieferung der Tiere am Schlachthof, muss dem Betreiber eine Standarderklärung mit Informationen zur Lebensmittelkette vorgelegt werden. In dieser vom Landwirt abgegebenen Erklärung bescheinigt er, dass Wartezeiten nach Arzneimittelbehandlungen eingehalten wurden und keine Untersuchungsergebnisse oder sonstige Informationen vorliegen, die zu einem Schlachtverbot seiner Tiere führen könnten.
Der Schlachthofbetreiber sorgt dafür, dass die Informationen zur Lebensmittelkette dem amtlichen Tierarzt/Fachassistenten rechtzeitig vor der Schlachtung vorliegen und von ihm überprüft werden können. Erst dann darf die Schlachterlaubnis erteilt werden. Liegt die Standarderklärung nicht vor, dürfen die Tiere nicht in die Lebensmittelkette gelangen.

Notschlachtungen
Werden als Haustiere gehaltene Huftiere außerhalb eines zugelassenen Schlachtbetriebes notgeschlachtet, darf das Fleisch für den menschlichen Verzehr nur verwendet werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Ein gesundes Tier hat einen Unfall erlitten, der seine Beförderung zum Schlachtbetrieb aus Gründen des Tierschutzes verbietet.
  • Ein Tierarzt hat die Schlachttieruntersuchung durchgeführt.
  • Das geschlachtete und entblutete Tier muss unter hygienisch einwandfreien Bedingungen zum Schlachthof befördert werden. Liegen zwischen Schlachtung und Ankunft am Schlachtbetrieb mehr als 2 Stunden ist eine Kühlung erforderlich.
  • Das Entfernen von Magen und Därmen ist unter Aufsicht des Tierarztes möglich. Sie müssen zusammen mit dem Tier zum Schlachtbetrieb gebracht werden.
  • Die Standarderklärung mit Informationen zur Lebensmittelsicherheit muss vorgelegt werden.
  • Der Begleitschein zur Notschlachtung muss vorgelegt werden.
  • Der amtliche Tierarzt führt die Fleischuntersuchung durch.

Antrag auf Ausstellung eines Sachkundenachweises nach Art. 7 der VO (EG) 1099/2009 für Schlachtung und Tötung von Nutztieren
Sachkundebescheinigungen gem. § 4 Abs. 7 der Tierschutzschlachtverordnung vom 03.03.1997 verlieren ab dem 08.12.2015 ihre Gültigkeit. Entsprechend Art. 7 und 21 der VO (EG) 1099/2009 wird die Bescheinigung der Sachkunde nun detaillierter als bisher gefordert. Daher wird eine Umschreibung der bisher gültigen Sachkundebescheinigung erforderlich. Diese wurde in der Regel ausgestellt für die Tätigkeiten Betreuung, Ruhigstellung, Betäubung, Schlachtund und Tötung der genannten Tierarten sowie einem Betäubungs und Tötungsverfahren.
Auch Direktvermarkter für Geflügelfleisch müssen für die Geflügelschlachtung gem. § 4 Abs. 8 Tierschutzschlachtverordnung über einen entsprechenden Sachkundenachweis verfügen. Die in der alten "Bescheinigung" genannten Tätigkeiten werden als gleichwertige Qualifikation in Bezug auf die Tierartentätigkeiten und Betäubungsverfahren anerkannt.

(Antrag siehe unter "Anträge/Formulare")




Welche Gebühren fallen an?

Für alle Tätigkeiten in Zusammenhang mit der Schlachttier- und Fleischuntersuchung und mit der Schlachtgeflügel- und Geflügelfleischuntersuchung werden kostendeckende Gebühren entsprechend der Satzung des Kreises Steinfurt über die Erhebung von Gebühren für Amtshandlungen auf dem Gebiet der Fleischhygiene vom 18.12.2007 erhoben.

Rechtsgrundlage

Anträge / Formulare

/ Dr. Christian Strotmann

Kontakt

Visitenkarte: Kontaktdaten als Visitenkarte herunterladen
Tel.: 02551 69-2912
Fax: 02551 69-92912
christian.strotmann@kreis-steinfurt.de

Funktion

Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt