Akute Tierseuchen

Informationen über Tierseuchenausbrüche in Deutschland finden Sie auf der Internetseite des Friedrich-Löffler-Institiutes. Informationen zu Ausbrüchen im Kreis Steinfurt sowie zu besonderen Bedrohungslagen durch einzelne Tierseuchen finden Sie nachfolgend:

 

Amerikanische Faulbrut der Bienen

Seit Oktober 2013 ist in mehreren Orten im Kreis Steinfurt der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut der Bienen amtlich festgestellt  worden. Daraufhin wurden entsprechende Sperrbezirke gebildet.

Sperrbezirke bestehen zur Zeit in Lengerich und Lotte. Außerdem bestehen Untersuchungsgebiete in der Stadt Rheine.

Aufgehoben sind mittlerweile die Sperrbezirke in den Orten Tecklenburg, Recke, Lotte, Westerkappeln, Ibbenbüren, Mettingen, Lienen, Rheine und Neuenkirchen.


Wichtigste Regelungen der Sperrbezirke im Überblick:

  • Sämtliche Bienenstände in dem Sperrbezirk sind dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt zu melden, auch solche, die sich zur Zeit der Rapsblüte in dem Sperrbezirk befunden haben,
  • Bewegliche Bienenstände dürfen von ihrem Standort nicht entfernt werden.
  • Alle Bienenvölker und Bienenstände im Sperrbezirk müssen auf Amerikanische Faulbrut amtstierärztlich untersucht werden; diese Untersuchung muss frühestens zwei, spätestens neun Monate nach der Tötung oder Behandlung der an der Seuche erkrankten Bienenvölker des verseuchten Bienenstandes wiederholt werden,
  • Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden, Ausnahmen siehe Tierseuchenverordnung

    Die Lage des der aktuellen Gebiete mit Beschränkungen Sperrbezirks und die Regelungen für diese Gebiete können Sie den nachfolgenden Tierseuchenverordnungen und der nachfolgenden Karte entnehmen.

    weitere Infos

    interaktive Tierseuchenkarte mit Sperrbezirk

    Derzeit aktuelle Tierseuchengeschehen: Amerikanische Faulbrut der Bienen

    Betroffene Gebiete siehe Karte:

    Afrikanische Schweinepest

    Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die  Haus- und Wildschweine gleichermaßen befällt und für die infizierten Tiere in der Regel tödlich endet. Das Virus der ASP ist auf den Menschen nicht übertragbar und daher für den Menschen ungefährlich.

    Im Jahre 2007 wurde die ASP aus Afrika nach Georgien eingeschleppt und hat sich seither über weitere transkaukasische Länder nach Russland, Weißrussland und in die Ukraine ausgebreitet. Seit 2014 sind auch östliche EU-Mitgliedstaaten von der ASP betroffen.

    Das Einschleppungsrisiko nach Deutschland – insbesondere in die Wildschweinpopulation - ist als hoch einzustufen.

    In den afrikanischen Ursprungsländern übertragen Lederzecken das Virus der ASP. Diese spielen in Mitteleuropa keine Rolle. Hier erfolgt eine Übertragung durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren, die Aufnahme von Speiseabfällen oder Schweinefleischerzeugnissen sowie andere indirekte Übertragungswege (Fahrzeuge, kontaminierte Ausrüstungsgegenstände einschl. Jagdausrüstung, landwirtschaftlich genutzte Geräte und Maschinen, Kleidung). Der Kontakt mit Blut ist der effizienteste Übertragungsweg.

    Mit Beachtung von Verhaltensmaßregeln kann jeder einzelne dazu beitragen, die Einschleppung der ASP nach Deutschland zu verhindern.

    Entsprechende Informationen wurden bereits an zentralen Stellen zusammengestellt.

    Eine Auswahl kann über die nachfolgende Linksammlung entnommen werden.

    Insbesondere ist auf  Merkblätter für Reisende, LKW-Fahrer, Landwirte, Jäger und Saisonarbeitskräfte hinzuweisen.

    Hinweise für Jäger im Kreis Steinfurt

    Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine hochansteckende anzeigepflichtige Viruserkrankung mit seuchenhaften Verlauf, die ausschließlich Haus- und Wildschweine befällt.

    Ein Ausbruch der ASP hat großes Tierleid und enorme wirtschaftliche Schäden zur Folge.

    Die nachfolgenden Hinweise dienen der Verhinderung der Einschleppung sowie der Früherkennung der ASP und gelten gleichermaßen für andere Tierseuchen (Klassische Schweinepest, Aujeszkysche Krankheit usw.):

     

    1. Hygieneregeln bei der Jagdausübung

    2. Umgang mit Aufbruch / Zerwirkresten

    3. Beprobung von Schwarzwild im Rahmen der Monitoringuntersuchungen


      Linksammlung: