3G-Regelung für Besucherinnen und Besucher des Kreishauses und sämtlicher Nebenstellen

Inspirierende Auftaktveranstaltung für die LEADER-Wiederbewerbung

 

Erfolgreiche Regionalkonferenz: Startschuss für die LEADER-Wiederbewerbung



Gemeinsam die großen Zukunftsfragen unserer Heimat zu diskutieren, dazu luden der Landrat Dr. Sommer, der Geschäftsführer Horst Schöpper und seine Stellvertreterin Silke Wesselmann ihre Gäste auf der LEADER-Regionalkonferenz am 19. November im Martin-Luther-Haus in Steinfurt ein. Unter dem Motto „UNSERE ZUKUNFT. GEMEINSAM MACHEN. MIT DIR“ gaben sie damit den Startschuss zum Bürgerbeteiligungsprozess der beiden LEADER-Regionen. Diese wollen sich für die nächste LEADER-Förderperiode ab 2023 wiederbewerben und erarbeiten zu diesem Zweck aktuell je eine neue regionale Entwicklungsstrategie.

Landrat Dr. Sommer betonte, dass man im Kreis Steinfurt künftige soziale, ökonomische und ökologische Herausforderungen aktiv bearbeiten will, um die Regionen zukunftsfit zu machen. Einen Rückblick auf 14 Jahre LEADER gaben danach die Bürgermeister Stefan Streit und Robert Wenking in ihrer Funktion als Vorsitzende der LEADER-Regionen Tecklenburger Land und Steinfurter Land sowie Horst Schöpper. Mehr als 120 Projekte mit einem Fördervolumen von knapp 10 Millionen Euro konnten in den Bereichen Stärkung von Kommunen, regionale Wirtschaftsentwicklung und Tourismus, Natur- und Klimaschutz sowie Bildung realisiert werden. Der Moderator fragte: „Wenn nun eine Fee erschiene, was würden Sie sich für die neue Phase wünschen?“ Die erfolgreiche LEADER-Bewerbung stand natürlich über allem, aber auch mehr Spielräume in der Projektgestaltung und -umsetzung wurden von den drei erfahren LEADER-Akteuren genannt.

Gespannt und betroffen folgten die Besucher dem lebendigen Impulsvortrag von Prof. Dr. Henning Austmann. Zu Beginn führte der Nachhaltigkeitsforscher dem Publikum eindringlich vor Augen, wie wenig zukunftsfähig die aktuellen Lebensstile der Industrienationen sind, da sie die natürlichen Lebensgrundlagen zerstören. „Noch 15 Jahre haben wir, um unsere Zivilisation vor einem Kollaps zu bewahren“, so Austmann. „Wir müssen sofort anfangen, aktiv einen tiefgreifenden Wandel zu gestalten“. Mit Blick auf Lösungsansätze, die nur auf technologischen Innovationen basieren, zitiert er Albert Einstein: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“.

Wesentlich ist vielmehr, unsere Lebensstile auf ein umweltverträgliches und zugleich lebenswertes Maß anzupassen. Henning Austmann zeigte beispielhaft, wie sich ganz konkret im eigenen Wohnort Projekte für ein enkeltaugliches Leben umsetzen lassen, z.B. durch regenerative Landwirtschaft oder Mehrgenerationenwohnen in sanierten Gebäuden. Er konnte hier auf einen reichen Erfahrungsschatz aus seinem Heimatdorf mit der „Ideenwerkstatt Dorfzukunft“ zurückgreifen, die schon mit dem Deutschen Bürgerpreis und dem Europäischen Dorferneuerungspreis ausgezeichnet wurde. Seine Vortragsfolien können hier heruntergeladen werden. Der Mitschnitt des Vortrags wird in Kürze zudem auf https://www.youtube.com/c/energieland2050eV zu sehen sein.

Nach einer kurzen Pause am Buffet mit regionalen Gerichten und Getränken hatten die Gäste die Möglichkeit an Hochtischen zu ausgewählten Themenfeldern ihre eigenen Ideen einzubringen. So zum Beispiel zum Thema Klimawandel und Biodiversität, Landwirtschaft und regionale Vermarktung oder zu nachhaltigem Tourismus. Alle Ideen werden nun vom LEADER-Team gesichtet, strukturiert und in Folgeveranstaltungen konkretisiert.

 

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