Dienstleistungen A-Z

Alle Leistungen von A-Z
 

/ Förderung Mietwohnungsbau

Leistungsbeschreibung

Förderung der Neuschaffung von Mietwohnraum durch Neubau oder bauliche Maßnahmen im Bestand mit zinsgünstigen Darlehen und Tilgungsnachlässen

Wer wird gefördert?

 Förderfähig sind natürliche und juristische Personen, die über eine ausreichende Kreditwürdigkeit verfügen.

Was wird gefördert?

 Gefördert wird der Neubau von
  

  • Mietwohnraum in Mehrfamilienwohnhäusern swoei Mieteinfamilienhäusern,
  • Gruppenwohnungen,
  • bindungsfreien Wohnungen gegen Einräumung von Benennungsrechten an geeigneten Ersatzwohnungen (mittelbare Belegung)
  • Gemeinschaftsräumen und Räumen zum Zwecke der Verbesserung der wohnungsnahen sozialen Infrastruktur (Infrastrukturräume)


 Wie hoch ist das Darlehen?


 Die Höhe des Darlehens ist abhängig von der Größe der Wohnung, dem Bauort (Mietniveau der Gemeinde) und dem Einkommen des Mieterhaushaltes (Einkommensgruppe A/B). Die entsprechenden Darlehensbeträge sind der unten stehenden Tabelle zu entnehmen.

 Tabelle: Darlehenshöhe je Quadratmeter Wohnfläche (Neubau)

  

Mietniveau Städte / Gemeinden Einkommens-
gruppe A
Einkommens-
gruppe B
M2

Hörstel, Hopsten, Horstmar, 
Lengerich, Lienen, Metelen, Mettingen, Neuenkirchen, Recke, Saerbeck, Tecklenburg, Wettringen

2.180 Euro 1.320 Euro
M3 Altenberge, Emsdetten, Greven, Lotte, Mettingen, Nordwalde, Ochtrup, Recke, Rheine, Steinfurt, Westerkappeln 2.180 Euro 1.320 Euro


Es können Zusatzdarlehen für folgende Maßnahmen beantragt werden:

  • Darlehen für standortbedingte Mehrkosten: 75 % des förderfähigen Anteils der Kosten, maximal 20.000 € je Wohnung 
  • Besondere Wohnumfeldqualitäten: 50 % der Herstellungskosten, max. 500 €/m² gestalteter Fläche (z. B. Sinnesgarten, Quartiersplätze, Dach- oder Fassadenbegrünung, Nahmobilitätsangebote unter bestimmten Voraussetzungen)
  • Für Mietwohnungen mit Passivhausstandard ein Zusatzdarlehen in Höhe von 150 € pro m² förderfähiger Fläche
  • Der besondere Einsatz von Holz kann auf Antrag mit einem Zusatzdarlehen von 0,80 € je kg Holz gefördert werden, maximal 15.000 € je Wohneinheit. Hier gelten erhöhte Anforderungen
  • Zusatzdarlehen für ein Mehr an barrierefreiem Wohnen: 

-     Wohnungen für Rolstuhlnutzer: 7.000 € pro Wohnung,
-      Türen zum Freibereich mit Nullschwelle: 1.000 € pro Tür,
-      
elektrische Bedienung der Türen: In der Wohnung 1.500 € pro Tür, 3.000 € je Hauseingangstür, Wohnungseingangstür und Brandschutztür,  
-      rollstuhlgerechte, unterfahrbare Einbauküche: 5.000 €

  • Städtebaulich oder gebäudebedingte Mehrkosten: bis zu 600 € je  m² förderfähiger Wohnfläche
  • Für Mieteinfamilienhäuser (eigenheimähnliche, familienfreundliche Bauform mit dazugehörigem Garten oder Grünflächenanteil) pro Haus 10.000 €

 Erweiterte Regelungen für Gruppenwohnungen (Wohneinheiten für 3 – 12 Personen)

  • Förderpauschale für Individualbereich zzgl. anteiliger Gemeinschaftsfläche bis zu 50 m² / Person entspr. der Mietstufe 
  • Baulicher Mehraufwand infolge von Brandschutzauflagen: 5.000 € je Appartement

Wie sind die Darlehenskonditionen?

  • Zinsen: 0,0 % bei der Förderung in Gemeinden des Mietniveaus M2 und M3 bis zum Ablauf des 15. Jahres, danach mit 0,5 % für die Dauer der Miet- und Belegungsbindung (20, 25 oder 30 Jahre), danach marktüblich 
  • Verwaltungskostenbeitrag: 0,5 % p.a.
  • Bei Erteilung der Förderzusage werden Verwaltungsgebühren in Höhe von 0,8 % der Darlehenssumme fällig
  • Tilgung: 1 % p.a., auf Antrag 2 % p.a. zuzüglich ersparter Zinsen (Auf Antrag kann - sofern das Tilgungswahlrecht auf jährlich 2 % nicht ausgeübt wurde - die Tilgung des Darlehens in den ersten 5 Jahren ab Leistungsbeginn ausgesetzt werden. Die tilgungsfreien Anlaufjahre verlängern die Bindungsdauer und die Darlehenslaufzeit nicht. Nach Ablauf der tilgungsfreien Anlaufjahre ist dann eine erhöhte Tilgung (je nach Bindungsdauer zwischen 1,20 % und 1,33 %) für die restliche Bindungsdauer zu entrichten
  • Auszahlung in 3 Raten:  
     o 20 % bei Baubeginn (Nachweis über die Fertigstellung der Bodenplatte),  
     o 45 % bei Rohbaufertigstellung,  
     o 35 % bei abschließender Fertigstellung oder Bezugsfertigkeit.

Zinsen, Tilgung und Verwaltungskostenbeiträge sind halbjährlich zu zahlen.

Tilgungsnachlass

Auf Antrag können folgende Tilgungsnachlässe gewährt werden: 

  • Auf den Darlehensgrundbetrag:

       - Mietniveau M2 und M3:        15 % (bei 20 oder 25jähiger Belegungsbindung)

    - Mietniveau M2 und M3:        20 % (bei 30jähiger Belegungsbindung)

  • Auf die Zusatzdarlehen:  

      -  Mietniveau M2 und M3:       50 %  

Voraussetzungen

  • Die Wohnungen müssen die Anforderungen an die Barrierefreiheit erfüllen.
  • Jede geförderte Wohnung muss mit einem Balkon, einer Terrasse oder Loggia ausgestattet sein und über der Geländeoberfläche im Sinne des § 2 Abs. 6 der Bauordnung des Landes NRW liegen
  • Die geförderten Wohnungen dürfen nur Haushalten der Einkommensgruppen A bzw. B zur Verfügung gestellt werden.
  • Mietwohnungen werden nur gefördert, wenn Ihre Wohnfläche in einem angemessenen Verhältnis zur Raumanzahl steht.


Mietobergrenzen


Die Höhe der Miete ist begrenzt und abhängig von dem Bauort (Mietniveau der Gemeinde) und dem Einkommen des Mieterhaushaltes (Einkommensgruppe A/B).

Die anfängliche Mietobergrenze ist der Tabelle „Mietobergrenzen“ zu entnehmen.

Neben der Miete dürfen die Betriebskosten, eine Sicherheitsleistung (Kaution) und ggf. eine Betreuungspauschale erhoben werden.

Bei eigenständig gewerblicher Lieferung von Wärme reduzieren sich die Mietobergrenzen um 0,20 Euro pro qm Wohnfläche.

Mietsteigerungen sind in Höhe von 1,5% bezogen auf die Bewilligungsmiete für jedes Jahr seit der Bezugsfertigkeit möglich.

Betreuungs- und Beratungsleistungen für ältere oder behinderte Menschen dürfen nur niederschwellig sein und den Betrag von 40 Euro pro Haushalt monatlich nicht überschreiten. 

Für Wohnungen mit Passivhausstandard erhöhen sich die Mietobergrenzen um 0,30 Euro pro qm Wohnfläche.


Tabelle: Mietobergrenzen je Quadratmeter Wohnfläche


Mietniveau Einkommensgruppe A Einkommensgruppe B
M2 5,90 Euro 6,60 Euro
M3 5,90 Euro 6,60 Euro


Belegungsbindung

Bei der Belegung geförderter Wohnungen darf der Verfügungsberechtigte die geförderte Wohnung nur einem Wohnungssuchenden mit Wohnberechtigungsschein überlassen.

Die Dauer der Mietpreis- und Belegungsbindung beträgt nach Wahl des Antragstellers/der Antragstellerin für alle geförderten Wohnungen 20, 25 und 30 Jahre. Die einmal getroffene Wahl ist bindend.


Wohnfläche

Mietwohnungen werden nur gefördert, wenn die Wohnfläche in einem angemessenen Verhältnis zur Raumanzahl steht, die Obergrenzen sind der folgenden Tabelle zu entnehmen.


Tabelle: Wohnflächenobergrenzen


Wohnungen bestehend aus Wohnflächenobergrenze
  barrierefrei        barrierefrei mit zusätzlicher Badewanne Rollstuhlnutzer
1 Zimmer, Küche, Nebenräume 47 qm 52 qm 55 qm
2 Zimmer, Küche, Nebenräume 62 qm 67 qm 70 qm
3 Zimmer, Küche, Nebenräume 77 qm 82 qm 87 qm
4 Zimmer, Küche, Nebenräume 92 qm 97 qm 102 qm
5 Zimmer, Küche, Nebenräume 107 qm 107 qm 117 qm


Darüber hinaus gilt:

  • Wohnungen, die für eine Person bestimmt sind, müssen mindestens 35 qm groß sein
  • Bei Wohnungen mit mehr als 5 Zimmern erhöhen sich die Wohnflächenobergrenzen um 15 qm für jeden zusätzlichen Raum.


Eigenleistung

Eigenleistung muss mindestens in Höhe von 20% der Gesamtkosten erbracht werden. Gewährte Tilgungsnachlässe können auf Antrag bis zur Hälfte auf den Betrag der erforderlichen Höhe der Eigenleistung angerechnet werden.

Als Eigenleistung können auch Fremdmittel berücksichtigt werden, deren Besicherung nicht/oder im Grundbuch im Rang nach den Fördermitteln erfolgt.

 

Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie die Website nutzen, erklären Sie sich damit einverstanden.